Ostholstein : Bürgerinitiative „Beltoffen“ will für Fehmarnbelttunnel kämpfen

Der Straßen- und Eisenbahntunnel soll die deutsche Insel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden.
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Der Straßen- und Eisenbahntunnel soll die deutsche Insel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden.

Den Befürwortern des umstrittenen Verkehrsprojekts soll eine Stimme gegeben werden. Am Freitag startete die Initiative offiziell.

shz.de von
19. Februar 2016, 15:57 Uhr

Eutin | In Ostholstein hat sich eine Bürgerinitiative für den Fehmarnbelttunnel gegründet. Ziel des Vereins „Beltoffen“ sei es, den Befürwortern des umstrittenen Verkehrsprojektes eine Stimme zu geben, sagte der Vorsitzende Björn Prölß am Freitag zum offiziellen Start der Initiative.

Nachdem die Fertigstellung des Tunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland lange für 2021 vorgesehen war, wurde zuletzt 2024 avisiert. Den Bau des rund 19 Kilometer langen Tunnels finanziert Dänemark allein.

Ein weiteres Anliegen sei es, die Veränderungen mitzugestalten, die der Tunnel für ganz Norddeutschland bringen werde. Bislang hat die Ende Januar gegründete Bürgerinitiative nach Angaben Prölßs etwa ein Dutzend Mitglieder.

Vor allem auf der Insel Fehmarn und im Kreis Ostholstein kämpfen Gegner des Verkehrsprojektes, darunter Umweltverbände und die Reederei Scandlines, seit Jahren in verschiedenen Bürgerinitiativen gegen den Tunnel. Sie befürchten unter anderem Gefahren für die Umwelt und eine Kostenexplosion.

Dänemark will mit dem rund 19 Kilometer langen Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen Fehmarn und Lolland die Verkehrsverbindungen zwischen Skandinavien und Westeuropa verbessern. Die Eröffnung ist wegen Verzögerungen im deutschen Planfeststellungsverfahren zuletzt auf frühestens 2026 verschoben worden. Zuletzt äußerten sich auch zahlreiche Politiker kritisch angesichts des Milliardenprojekts.

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