Jahresversammlung : Bürgergemeinschaft Eutin ist stolz auf 142 Mitglieder

Der Vorstand: Elke Kock, Christian Burgdorf, Regine Jepp, Dr. Hans-Erich Fleige und Carmen Wandt (von links) setzen sich für die Interessen der Bürgergemeinschaft Eutin ein.
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Der Vorstand: Elke Kock, Christian Burgdorf, Regine Jepp, Dr. Hans-Erich Fleige und Carmen Wandt (von links) setzen sich für die Interessen der Bürgergemeinschaft Eutin ein.

Christian Burgdorf und Dr. Hans-Erich Fleige wurden für die kommenden zwei Jahre in den Vorstand gewählt.

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31. Januar 2011, 10:51 Uhr

Eutin | Die Bürgergemeinschaft (BG) Eutin hat die Marke von 150 Mitgliedern im vergangenen Jahr noch nicht geknackt. Dennoch zeigte sich der Vorstand mit einem Bestand von 142 Mitgliedern am Sonnabend bei der Jahresversammlung sehr zufrieden. "Das sind wahrscheinlich mehr Mitglieder, als jede ansässige Partei hat", mutmaßte BG-Sprecherin Regine Jepp.

Aus 23 Vorstandssitzungen und den daraus erledigten Arbeitsaufträgen ergab sich ein langer Tätigkeitsbericht. Die 17. Ausgabe des Eutin-Kalenders zählte ebenso wie die Umsetzung der Digitalisierung des Ostholsteiner Anzeigers zwischen 1802 und 2001 zu den Aufgaben. Auch der geplante Neubau in der historischen Stolberstraße Nummer 5 a beschäftigte den Vorstand. Um sich in puncto Außenansicht des 1919 erbauten und zum Abriss freigegebenen Gebäudes beteiligen zu können, sucht die Bürgergemeinschaft noch entsprechende Fotografien. Erfreut zeigte sich Regine Jepp, dass die lang ersehente Einstellung eines Stadtbaumeisters jetzt von der Stadt ausgeschrieben ist. Sie hofft auf die Fortsetzung der traditionellen Eutiner Architektur.

"Die Keimzelle der Eutiner Festspiele ist das Weber-Haus. Weber ist hier geboren und sollte mit seinem Geburtshaus eine Heimstatt erhalten", kommentierte die BG-Sprecherin die Anfrage eines Mitglieds. Das Gebäude stehe zurzeit zum Verkauf. Um nicht Gefahr zu laufen, dass - ähnlich wie beim Witwen-Palais - ein Fremder kaufe und dem Haus keine entsprechende Würdigung zukommen lasse, stünden erste Gespräche an, über die Jepp vorerst nichts sagen wollte.

In diesem Jahr wolle sich die BG zudem mit der Städtmöblierung und den Aufstellern beschäftigen. Zwar gebe es ein Gestaltungsgesetz, das bei einem Spaziergang durch Eutin rund 50 Verstöße eröffne. Jeppe möchte dieses Vorhaben aber nicht als Angriff an die Geschäftswelt verstanden wissen, sondern mit den gesammelten Ideen und Vorschlägen das Stadtbild erhalten. Zu dem Stamm-Team Regine Jepp, Elke Kock und Carmen Wandt wurden Christian Burgdorf und Dr. Hans-Erich Fleige für die kommenden zwei Jahre in den Vorstand gewählt.

"Eutin hat 336 Kultur-Denkmale", informierte der Gastredner, Dr. Michael Paarmann. Der Landeskonservator betonte, dass Eutin für den Denkmalschutz enorm wichtig sei und dankte der Bürgermeinschaft Eutin für den Einsatz um die Historie. 2010 flossen 635 000 Euro in das Eutiner Schloss. Mit der Kürzung der Gelder stehen dem Landesdenkmalschutz ab 2011 keine eigenen Mittel mehr zur Verfügung. Der auch der Bürgergemeinschaft am Herzen liegende Kaiser-Wilhelm-Turm stehe auch bei Paarmann auf der Agenda. Die Aktiv-Region sei an der Erhaltung der Türme in der Region interessieressiert und habe die Möglichkeit 50 Prozent der Sanierungskosten über Fördergelder einzuwerben.

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