Bürgerbus startet heute: 9.17 Uhr nimmt „De lütte Lenter“ Fahrt auf

Zeit zum Besichtigen hatten Neugierige auf der Bürgerbus-Party gestern im Malenter Kurpark.
Zeit zum Besichtigen hatten Neugierige auf der Bürgerbus-Party gestern im Malenter Kurpark.

shz.de von
09. Januar 2017, 00:06 Uhr

„Der Ausdruck ehrenamtliches Engagement reicht nicht aus, sie sind teils Getriebene mit dem Wunsch, etwas umzusetzen, eine Vision ist Realität geworden“: Mit diesen Worten bedankte sich Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck am Sonntag bei Sponsoren und Protagonisten vom Verein „BürgerBus Malente“ für zweieinhalb Jahre Arbeit seit der Vereinsgründung am 14. Juni 2014. Sie wünsche sich, dass der Bürgerbus voll sei, wenn er am heutigen Montagmorgen um 9.17 Uhr zu seiner ersten Fahrt am Bahnhof startet, und dass er eine Erfolgsgeschichte werde.

„Wenn wir keine Mobilität schaffen, hängen wir unsere Dörfer ab. Wir bleiben eine Gemeinde“, so Rönck. Sie wies darauf hin, dass der Verein auf Spenden angewiesen sei. Dazu gebe es vorn im Bus eine Spendendose. Anlass war ein Bürgerbusfest im Kurpark an der Liegehalle zur Einweihung von „De lütte Lenter“. Viele nutzten die Gelegenheit, einen Blick in das Fahrzeug zu werfen oder es auf Alltagstauglichkeit zu testen. „Der Hublift hat eine Tragkraft von 360 Kilogramm und ist für Elektrorollstühle geeignet“, erläuterte Fahrdienstleiter Ingo Wagner. Auch zwei Rollatoren, wenn sie zusammengeklappt seien, fänden Platz in dem Neunsitzer.

Für Jürgen Flügge, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, und seine Frau Gerda wäre die Nutzung eine Option. „Wir haben zwar ein Auto, in dem wir den Rollstuhl transportieren, aber da muss mein Mann immer umsteigen. Der Wagen kann ja auch mal kaputt sein oder ich bin nicht in der Lage zu fahren. Im Bürgerbus könnte er im Rollstuhl sitzenbleiben“, argumentierte Gerda Flügge. Der Malenter ist der dritte Bürgerbus landesweit nach dem Fehmaraner (1998) und dem Ladelunder (2014). Dessen stellvertretender Vorsitzender Peter Prechel wünschte unfallfreie Fahrt über die Malenter 8 und erzählte, dass man nach anfänglichen Sorgen, ob alles klappt, in Kürze den 40 000. Fahrgast erwarte. „Das Konzept ist aufgegangen.“

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