Bürgerbüro würde mehr Personal erfordern

shz.de von
06. Mai 2015, 13:53 Uhr

Die Pläne für ein Bürgerbüro im Malenter Rathaus sind ein Stück konkreter geworden. Der Hauptausschuss hat die Gemeindeverwaltung jetzt mit einer groben Kostenschätzung für die Einrichtung eines Bürgerbüros im hinteren Teil des Rathauses beauftragt. Zuvor hatte sich der Ausschuss auf diese eine von drei vorgestellten Varianten geeinigt. Falls sich herausstellen sollte, dass die Kosten zu hoch wären, könnten neue Überlegungen angestellt werden, erklärte
Ausschussvorsitzender und CDU-Fraktionschef Hans-Werner Salomon.

Die beiden anderen Varianten sahen die Einrichtung eines Bürgerbüros im vorderen Teil des Rathauses vor oder eine weitgehende Beibehaltung der Erdgeschosses im jetzigen Zustand. Beide Varianten wurden aber erst einmal zurückgestellt, da sie gravierende Nachteile hätten. So ließe sich bei einem Bürgerbüro im vorderen Teil des Rathauses der Eingangsbereich zur Bahnhofstraße hin nur unter erheblichen Kosten barrierefrei gestalten. Außerdem wäre der Zugang zu den restlichen Abteilungen des Rathauses nicht abteilbar. Letzteres träfe auch auf die Beibehaltung der Räumlichkeiten zu, die zudem kein echtes Bürgerbüro im angestrebten Sinn darstellen würde.

Eine Lenkungsgruppe aus Rathausmitarbeitern habe sich mehrere Bürgerbüros angesehen und dabei Schlüsse auf eine mögliche Aufgabenverteilung, Raumausstattung und Personalausstattung in Malente gezogen, sagte Bürgermeister Michael Koch. Dabei wurde klar: Für ein Bürgerbüro, das mit vier Mitarbeitern besetzt sein sollte, wäre gegenüber der derzeitigen Rathausorganisation mindestens eine zusätzliche Arbeitskraft erforderlich. Dies würde bei Öffnungszeiten von 8 bis 16 Uhr montags bis donnerstags sowie 8 bis 13 Uhr freitags gelten. Längere Öffnungszeiten würden wohl noch mehr Personal erfordern. Im September wird sich der Hauptausschuss voraussichtlich wieder mit dem Thema Bürgerbüro befassen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen