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Bürger-Stiftung stützt den Notruf Ostholstein mit 2000 Euro

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 14:06 Uhr

Es ist jedes Mal wieder ein Kampf: 19 000 Euro braucht der Notruf Ostholstein jährlich. Es werde immer schwieriger, das Geld für die Unterstützung von Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, zusammenzubekommen, sagt die Vorsitzende des Trägervereines, Gabriele Pfingsten. „Es ist nie sicher, wie viel Geld wir bekommen.“

Umso mehr freuten sich Pfingsten und Schatzmeisterin Christina Zander über 2000 Euro, die ihnen Jens Teichert, Vorstand der Bürger-Stiftung Ostholstein, zusagte. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stiftung den Notruf mit 2000 Euro unterstützt, und auch für das Jahr 2015 sei dieser Zuschuss geplant, sagte Jens Teichert.

Die Bürgerstiftung möchte durch ihre Förderung auch andere ermutigen. „Wir hoffen, es kommen viele private Spender dazu, denn wir halten die Arbeit des Notrufes für unverzichtbar“, betont Jens Teichert.

Der Notruf mit Beratungsstellen in Eutin und Neustadt sei auf jeden Euro angewiesen, sagt Gabriele Pfingsten. Denn die Stadt Neustadt habe ihren jährlichen Zuschuss von 14 317 auf 7150 Euro halbiert, daraufhin habe der Stelle in Neustadt die Schließung gedroht. Unterstützt werde der Notruf zudem mit 55 000 Euro vom Land, 21 800 Euro vom Kreis und 21 167 Euro von der Stadt Eutin. Der Rest müsse durch Spenden und Beiträge des rund 35 Mitglieder starken Vereines finanziert werden.

Seit der Gründung im Jahr 1989 sei die Zahl der Beratungsfälle deutlich gestiegen, sagt Claudia Wolf von der Beratungsstelle in Eutin. Im vergangenen Jahr seien 484 Frauen beraten worden, das habe 922 Stunden in Anspruch genommen. In diesem Jahr seinen es bereits 201 Stunden und 82 Frauen. Zwei Drittel der Beratungen seien persönlich, ein Drittel telefonisch, sagte Claudia Wolf für Eutin.

Hilfesuchende Frauen litten vor allem unter häuslicher und sexueller Gewalt. Aber auch Fälle von Stalking nähmen zu. Verändert habe sich zudem die Beratungszeit. In der Regel seien es 10 Beratungseinheiten, diese müssten aber oft verlängert werden, da Wartezeiten für Therapieplätze von bis zu einem Jahr überbrückt werden müssten. Insgesamt bestehe das Team aus zwei Psychologinnen und drei Sozialpädagoginnen mit hauptamtlicher Tätigkeit in Teilzeit und vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.

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Der Notruf in Eutin (Plöner Straße 39) ist jeden Vormittag von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich dienstags von
18 bis 20 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr zu erreichen; Telefon 04521/73043.

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