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Bürger-Stiftung Ostholstein sieht sich gut aufgestellt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürger-Stiftung

von
erstellt am 05.Mär.2016 | 16:16 Uhr

„Das Thema ,Stiftung‘ ist in Ostholstein angenommen, immer mehr Menschen informieren sich und wollen die Zukunft ihrer Region gestalten.“ Dieses Fazit zog gestern Jens Teichert in der Jahrespressekonferenz der Bürger-Stiftung Ostholstein in der Hofapotheke. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Joachim Wallmeroth (stellvertretender Vorsitzender), Susanne Bimberg-Nittritz und Manfred Rath zeigte sich Teichert zufrieden: Die Bürgerstiftung sei mit ihren strukturellen Förderungen für junge Familien im Kreis „ein echter Zugewinn von Lebensqualität“.

Das Projekt „Elternbriefe“ erreiche nach einem Start mit 100 Empfängern mittlerweile über 650 Familien und mehr als 840 Kinder in Ostholstein. Der Bestand wache weiterhin leicht. Die Elternbriefe thematisieren in jeder Ausgabe das, was dem Alter des Kindes entsprechend wichtig wird, von seiner Geburt an bis zum achten Geburtstag. Gerade die Tatsache, dass insgesamt 46 Briefe mit ihren jeweils vier Din-A4-Seiten genau passend zum Alter des Kindes nach Hause geschickt werden, mache auch im Internet-Zeitalter den Erfolg des Projektes aus.

Das Projekt „Familie und Beruf“ habe eine Förderung von 3000 Euro als Startfinanzierung bekommen. Für mehr Familienfreundlichkeit im Kreis sei die gemeinnützige Gesellschaft „Familie und Beruf Ostholstein“ gegründet worden, die in Zusammenarbeit mit vielen Partnern in der Region Kinderbetreuung anbiete. Die Leistungen stehen allen Unternehmen, Verwaltungen und ihren Arbeitnehmern zur Verfügung. „Die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der in Unternehmen in unserer Region und die Zufriedenheit der hier lebenden Menschen soll mit der Förderung dieser Angebote unterstützt werden“, sagte Teichert.

Durch das Projekt „Mentor – die Lesehelfer“ stehe für die Bürger-Stiftung weiterhin Lesen, Vorlesen und Leseförderung hoch im Kurs. Über 20 Mentoren seien bereits im ersten Projektjahr in Oldenburg an zwei Schulen ehrenamtlich tätig. Der Stiftungsrat sei im Gespräch mit weiteren Schulen in Eutin und Neustadt, die sich für das Projekt interessieren. Dür die neuen „Standorte“ seien schon Mentoren gefunden, es seien aber auch noch weitere willkommen.

Das Stiftungskapital der Bürger-Stiftung Ostholstein habe sich im vergangenen Jahr um 292  000 auf 2,57 Millionen Euro erhöht, Anfang März sei man schon bei drei Millionen. Darin seien 34 „Stiftungen in der Stiftung“ (sogenannte Stiftungsfonds) mit 1,361 Millionen Euro enthalten. Ihr Volumen habe sich im Jahr 2015 um 136  000 Euro erhöht. Die Bürger-Stiftung Ostholstein habe 2015 aus Erträgen und Zuwendungen 22  000 Euro für gemeinnützige Zwecke ausgegeben, weitere 31  000 Euro hätten die Stiftungsfonds eingesetzt.

Gefördert wurden unter anderem Familienzentren in Neustadt, Bad Schwartau, Eutin, Heiligenhafen (7600 Euro), die kreisweite mobile Schreiambulanz (2000 Euro), der Verein Frauen gegen Gewalt (2000 Euro), die Fahrbücherei (1500 Euro) sowie die Tafeln in Oldenburg, Neustadt, Eutin, Heiligenhafen, Bad Schwartau, Ahrensbök und Fehmarn 5250 Euro). Kaum zu beziffern sei der Wert ehrenamtlichen Engagements: An die 100 Zeitspender hätten über 6000 Arbeitsstunden geleistet.

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