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Ostholsteiner Anzeiger

21. September 2017 | 17:45 Uhr

Brückensperrung legt Energiewende lahm

vom

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Kiel/Hamburg | Die Sperrung der Rader Hochbrücke für Lastwagen beschert der Wirtschaft im Land Millionenverluste. Spediteure und Windkraftfirmen sind besonders hart getroffen. Allein das Hamburger Unternehmen Repower hätte noch bis Ende des Jahres 400 Schwertransporte über den Kanal schicken wollen, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Geplant gewesen war, 30 Windkrafträder nördlich des Kanals zu errichten. Die marode Hochbrücke hat Deutschlands drittgrößtem Windkraftanlagenbauer aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Rund Zehntausend Tonnen Stahl und Technik können den Angaben der Sprecherin zufolge so vorerst nicht bewegt werden. Rechnerisch entsprechen allein die Ausfälle bei Repower der Hälfte aller Windkraftanlagen, die vergangenes Jahr in Norddeutschland errichtet wurden. "Die Lage ist absolut dramatisch", schildert Nicole Knudsen vom Landesbüro des Bundesverbands Windenergie die Situation.

Das dänische Unternehmen Vestas, das unter anderem auch in Husum produzieren lässt, macht zwar keine Angaben zur Zahl ausgefallener Schwertransporte über den Kanal, will künftig aber verstärkt auf eine eigene Ro-Ro-Fähre zwischen Apenrade und Rostock setzen, um Schleswig-Holstein umfahren zu können. Auch Repower prüft angesichts von Baustellen auf anderen Straßen im Land Ausweichrouten über den Seeweg. Die Transportkosten würden sich dadurch aber mindestens im Millionenbereich verdoppeln, sagte die Konzernsprecherin.

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