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Eutin-Fissau : Brücke am Kuhbergsredder: Nie mehr nasse Füße

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein aufgeständerter Holzbohlenweg soll künftige Hochwasserlagen an der Brücke am Kuhbergsredder entschärfen.

Eutin | Die Lösung war unbefriedigend, doch es ging nicht anders. 2012 erneuerte die Stadt Eutin nach jahrelangem Hin und Her die marode Schwentinebrücke am Kuhbergsredder. Über 300  000 Euro kostete der Neubau. Da war es um so ärgerlicher, dass der Wanderweg von Fissau nach Eutin trotzdem immer wieder wochenlang gesperrt war. Denn anhaltende Niederschläge in der regenreichen Jahreszeit setzten den Weg auf Fissauer Seite unmittelbar vor der Brücke immer wieder unter Wasser, so dass er nicht passierbar war.

Das soll sich jetzt ändern. Zur Brücke soll künftig ein rund 30 Meter langer aufgeständerter Bohlenweg führen und Spaziergängern auch bei hohem Wasserstand ermöglichen, die Brücke trockenen Fußes zu erreichen. Bereits gestern nahm die Firma Schwalbe aus Preetz, die bereits mit dem Bau einer Sohlgleite an der Neumühle beschäftigt ist, ihre Arbeit auf. Der Wanderweg sei voraussichtlich bis Freitag, 13. November, gesperrt, teilte die Stadt gestern mit. Fußgänger und Radfahrer sollten während dieser Zeit Dorfstraße, Sielbecker Landstraße und Riemannstraße als Umleitung nutzen.

14 Stahlpfähle mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern sollen als Grundlage des Stegs in den Boden gerammt werden, erklärte ein Mitarbeiter der Firma. Da der Untergrund ausgesprochen morastig sei, seien die Pfähle zwölf Meter lang. Um sie aufzustellen, werde ein Teleskopkran benötigt. Die Ramme werde jeweils an den einzelnen Pfählen befestigt.

Am Montag hatte die Firma bereits einige morsche Bäume abgesägt, damit diese für den neuen Steg nicht gleich zur Gefahr werden. Der Steg wird diagonal zur Brücke führen und sich nicht an dem alten Weg orientieren, der im rechten Winkel abknickt. Der bisherige aufgeschüttete Wanderweg werde später vollständig abgetragen, womit diese künstliche Barriere entfalle, erklärte der Schwalbe-Mitarbeiter. Das Wasser der Schwentine könne sich dann ohne Hindernis ausbreiten.

Damit ist der Bau des Bohlenwegs auch aus Gesichtspunkten des Umweltschutzes positiv. „Wir gehen davon aus, dass das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt“, erklärte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. Die Förderung stamme aus dem Programm für Naturparke. Schulz bezifferte die Baukosten mit rund 45  000 Euro.

Die Förderzusage habe bereits seit längerem vorgelegen, doch die Planung habe sich aufgrund der Bodenverhältnisse als schwierig erwiesen. Nun wolle man das Projekt aber rechtzeitig vor der schlechten Wetterlage umsetzen, auch mit Blick auf die Landesgartenschau (LGS) im nächsten Jahr. „Der Weg von Fissau bis zur Schwimmhalle soll ganzjährig begehbar sein – als Ersatz für die Seescharwaldbrücke“, sagte Schulz. Über dieses Bauwerk führt der Weg während der LGS nur mit gültiger Eintrittskarte.

 

 

 



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erstellt am 27.Okt.2015 | 08:00 Uhr

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