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Schulfusion : Briefe an die Eltern stehen in der Kritik

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jetzt kommt Schulrat Manfred Meyer ins Spiel. Der Grund: Eltern kündigten am Wochenende Beschwerden gegen eine Abfrage der Schule an. Offensichtlich schlägt das Thema weiterhin hohe Wellen.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 04:00 Uhr

Eine Befragung der Eltern der Schule an den Auewiesen durch einen Elternbrief könnte ein Nachspiel haben. Es geht dabei um eine Umfrage, ob die Eltern gegen eine Fusion der Schule an den Auewiesen in Malente und der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld sind. Kritiker beklagen die Fragestellung, fehlenden Datenschutz aber auch, ob die Schule diese Frage überhaupt hätte so stellen dürfen. Eltern haben sich nach OHA-Informationen noch am Freitag bei Schulrat Manfred Meyer darüber beschwert. Das Schulamt muss jetzt tätig werden.

Wie der OHA bereits am Donnerstag berichtete, hatte Marc Fenske als Vorsitzender des Schulelternbeirates einen Umschlag mit 253 Unterschriften an Helmut Wagner, dem Vorsitzenden des Malenter Schulausschusses, übergeben. Dazu kamen noch 23 weitere Unterschriften von Schülern gegen die Fusion. In dem durch die Schule über die Schüler mit einer unterschriftspflichtigen Rückantwort der Eltern versehenen Brief stand, dass sich der Schulelternbeirat gegen die Fusion der beiden Schulen ausspricht. Da den Argumenten jedoch Nachdruck verliehen werden sollte, wurden Eltern gebeten, „die gegen eine Fusion sind, auf dem unteren Abschnitt zu unterschreiben“. Dieser Abschnitt sollte dem Kind bis zum 22. August zur Übergabe an den Klassenlehrer mitgegeben werden.

Ein Sprecher des Kieler Bildungsministeriums bewertete den Vorgang bereits „kritisch“. Denn: Das Papier sei über die Kinder verteilt worden. Es müsse geprüft werden, ob dafür ein Beschluss des Schulelternbeirates vorgelegen habe. Auf jeden Fall aber hätten die Fragebögen selbst und nicht über die Schüler verteilt werden dürfen.

Kritiker der Unterschriften-Aktion sind in heller Aufregung: sie fordern auch eine Überprüfung des Datenschutzes. Wenn ein Kind den Fragebogen nämlich nicht zurück in die Schule gebracht hatte, bedeute das nach der Fragestellung automatisch, die Eltern sind für eine Fusion oder sie hätten kein Interesse an dem Thema. Auf dem Fragebogen war eine Befürwortung der Fusion nicht vorgesehen. Ob das für die Schüler Auswirkungen habe, wenn die Linie des Schulelternbeirates und der Lehrer von den Eltern nicht eingehalten werde, sei möglich, könne aber vermutlich nie überprüft werden.



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