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Eutin : Breitband: 45 Sibbersdorfer müssen unterschreiben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dorfschaftsversammlung: Der Dorfvorstand wurde wiedergewählt. Und die Bewohner des Eutiner Ortsteiles erfuhren, dass sie zu den ersten gehören können, die schnelles Internet bekommen.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2015 | 15:17 Uhr

Die Sibbersdorfer sind mit der Arbeit ihres Dorfvorstandes zufrieden und wählten ihn einstimmig für die nächsten fünf Jahre bei ihrer Versammlung am Mittwochabend. Dorfvorsteher Wolfgang Daumann bedankte sich auch im Namen seiner Vertreter Gerd Freese, Ulrich Löwe und Klaus Bähnke für das große Vertrauen. Klaus-Dieter Schulz vereidigte das Gremium, wie er betonte, zum letzten Mal in seiner Funktion als Bürgermeister („am 31. Juli ist Schluss“). „Das bedauere ich fast ein bisschen, denn ich habe den direkten Draht zwischen uns immer sehr geschätzt“, so Schulz.

Die Hauptaufgabe des Dorfvorstandes derzeit: Die Bewohner von den Vorzügen des schnellen Internets zu überzeugen und dafür kräftig die Werbetrommel zu rühren. Stadtwerke-Chef Marc Mißling lobte „das starke Signal der Sibbersdorfer“, denn bereits zur Breitband-Vorstellung in Fissau hatte Wolfgang Daumann einen Stapel von Unterschriften dabei – als klares Bekenntnis zur Breitbandversorgung. Die Kupferkabel, über die derzeit das Netz bedient werde, seien teilweise 50 Jahre alt. Die Stadtwerke legt Glasfaserkabel bis zum Haus. „Dafür sind sie dann auch für die Zukunft gerüstet“, versprach Mißling. Schließlich seien damit jetzt schon Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung im Up- und Download von mehr als 100 Megabit pro Sekunde möglich. In wenigen Jahren werden Gigabyte benötigt, prognostizierte der SWE-Chef. Nicht nur schnelles Internet bietet die städtische Tochter den Sibbersdorfern. Über den Anschluss könne das Komplettpaket inklusive Fernsehen und Telefon gebucht werden. Die Stärken der SWE stellte Mißling heraus: „Wir sind vor Ort, Sie landen bei keinem Callcenter und wir haben Erfahrung.“ Derzeit werden im alten Gewerbegebiet die Leitungen gelegt, wer schon angeschlossen ist, sei „sehr zufrieden“.

Bleibt nur noch eine Herausforderung:: Wegen der Weitläufigkeit der Ortschaft müssen 45 der 56 Haushalte einen Vertrag mit den SWE abschließen, damit sich der Aufwand für das Unternehmen wirtschaftlich rechnet. Gelingt das bis zum 28. Oktober, steht dem schnellen Netz nichts mehr im Weg. Daumann: „Wir müssen jetzt sehen, dass wir das schaffen. Das ist wichtig für unsere Zukunft. Wann haben wir so schnell nochmal die Chance, angeschlossen zu werden?!“ Die Ersten nahmen sich die Verträge gleich mit nach Hause.

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