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Ostholsteiner Anzeiger

22. September 2017 | 11:59 Uhr

Braucht Eutin die Treppe noch?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

SPD stellt Antrag auf Verzicht / Fördermittel in Gefahr

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2017 | 00:31 Uhr

Das Eutiner „Treppenproblem“ ist nächsten Mittwoch wieder einmal Thema im Bauausschuss – die SPD beantragt, auf die Treppe zu verzichten. Antragsteller Klaus Kibbel (SPD) sagte bereits Anfang Juni: „Das Ding braucht kein Mensch mehr.“

Ist das wirklich so? Die Treppe war im Gesamtkonzept für die Stadtsanierung als Verbindungsstück von der Peterstraße zur Straße am Mühlenberg geplant, sollte ursprünglich das schöne neue Entree zur Landesgartenschau vom Bahnhof in die Innenstadt sein. Kommunikations- und Planungsschwierigkeiten unter anderem mit der benachbarten Telekom verhinderten die pünktliche Fertigstellung der Treppenanlage – nicht aber die mittlerweile seit Jahren andauernde Diskussion darum. Die Landesgartenschau ist vorbei, das grüne Loch nahe dem Seniorenzentrum Protalis noch da und mit Bauzaun abgesperrt.

Die aktuelle Beschlusslage sieht vor, dass eine Treppe ähnlich einem Amphitheater für (vor einem Jahr kalkulierte) 156  000 Euro gebaut werden soll. Die Beauftragung ist jedoch noch nicht erfolgt, weil es nach Informationen unserer Zeitung immer noch nicht gelöste Probleme mit der Statik gibt. Das gibt der Politik Zeit, das Thema im Ausschuss noch einmal anzugehen – und genau das sei Ziel des Antrages „Verzicht/Wegfall der Treppe“, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Westphal erklärte. „Wir brauchen die Treppe eigentlich nicht, da es den Durchgang gibt, aber die Treppe ist Teil der Fördermaßnahme und des Ausbaus der Straße am Mühlenberg“, so Westphal. Nach seiner Information liege die zurückzuzahlende Fördersumme bei Verzicht auf die Treppe bei rund 160  000 Euro, so dass es „billiger wäre, eine Treppe zu bauen, aber wir müssen das mit dem Land nochmal bereden“, sagte Westphal.

Aus Sicht der Bauausschussvorsitzenden Monika Obieray (Grüne) gibt es derzeit keine neuen Erkenntnisse: „Die Diskussion haben wir vor einem Jahr schon mal geführt. Wir brauchen die Treppe noch, sie war zentrales Element des Stadtentwicklungskonzeptes, an dem alle Fraktionen beteiligt waren.“ Die Grünen seien offen für jede Diskussion, allerdings sei es damals um eine Aufwertung des Stadteingangs gegangen und es könne nicht sein, dass der einzige Weg vom Bahnhof in die Stadt ein privater Durchgang sei, sagte Obieray.

Matthias Rachfahl, CDU-Fraktionsvorsitzender, ist gespannt auf die neuen Informationen aus der Verwaltung: „Bisher liegen, außer der Aussage, dass die Treppe von Fördermitteln abhängig ist, keine neuen Erkenntnisse vor.“ Die brauche es aber, um eine neue Diskussionsgrundlage zu haben.

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