Vinzier : Brandstifterserie geht immer weiter

Vor allem Autoreifen brannten in der Garage, ein Pkw blieb unbeschädigt. Foto: kf
Vor allem Autoreifen brannten in der Garage, ein Pkw blieb unbeschädigt. Foto: kf

Kurz nach Mitternacht wurde gestern ein Feuer in einer Garage in Vinzier entdeckt.

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10. Januar 2013, 11:56 Uhr

Vinzier | Scheinbar unaufhaltsam geht die Serie von Brandstiftungen im Eutiner Umland weiter: Fünf Tage nach einem Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses am Zarnekauer Bähnken, bei dem sieben Menschen durch Rauchgas verletzt wurden, hat es in der Nacht zu gestern in einer Garage in Vinzier gebrannt - etwa drei Kilometer von Zarnekau entfernt. Die Feuerwehr Griebel-Vinzier, deren Gerätehaus keine 100 Meter vom Brandort entfernt ist, löschte den Schwelbrand, dem vor allem Autoreifen zum Opfer fielen. Die ebenfalls alarmierten Feuerwehren Kasseedorf und Saggau unterstützten die örtlichen Kräfte.

Der 19-jährige Sohn des Garagenmieters hatte, wie die Polizei gestern sagte, um 0.25 Uhr beim Blick aus dem Fenster einen Feuerschein in der Garage wahrgenommen, die am Rand eines dreiteiligen Garagenkomplexes steht. In der Garage stand ein VW Polo. Dem Vater des jungen Mannes sei es gelungen, das Auto herauszufahren. Das Tor der Garage sei zum Zeitpunkt des Brandausbruchs geschlossen, aber nicht verschlossen gewesen.
Zwei Satz Autoreifen sind unbrauchbar geworden

Während der Pkw unbeschädigt bliebt, brannte Material, das in der Garage gelagert war, darunter Gartenmöbel und Autoreifen. Der Brand war schnell durch einen Feuerwehrmann unter Atemschutz gelöscht. Zwei Sätze Autoreifen sind unbrauchbar geworden. Die Höhe des Sachschadens schätzt die Polizei auf 5000 Euro.

Noch in der Nacht wurde die Brandstelle durch Polizeibeamte "beschlagnahmt", gestern morgen nahmen Beamte der Kriminalpolizei Neustadt die Ermittlungen auf. Von einer technischen Ursache geht offenbar niemand mehr aus, zumal die Garage keinen Elektroanschluss hat.

In den Gesprächen der Vinzierer, die die Löscharbeiten verfolgten, stand eine Frage im Fokus: Wie schafft es ein Serientäter, über einen so langen Zeitraum unerkannt zu bleiben? Und in allen Gesprächen wurde deutlich, dass mittlerweile viele konkrete Angst haben, das nächste Opfer des Täters zu werden.

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