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„Bounty“: Standort wird im Bauausschuss diskutiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 00:07 Uhr

Das Holzspielschiff „Bounty“ vor dem Eutiner Schloss ist morgen Thema im Bauausschuss: Die FDP ruft auf, das Schiff einfach an Ort und Stelle zu belassen. Der Zuspruch der Eutiner sei so groß und ungebrochen auch nach der Gartenschau, dass dies ungeachtet der Bedenken des Denkmalschutzes und Gefährdung möglicher Zuschüsse so beschlossen werden sollte, heißt es im FDP-Antrag.

Dies jedoch verstoße gegen geltendes Recht, sagt die Verwaltungsvorlage. In einer Liste hat die Verwaltung mehr als zehn mögliche Standorte zusammengetragen – und zahlreiche Gründe, die gegen die meisten der genannten Orte sprechen. Die Verwaltung favorisiert demnach den Standort an der Freibadeanstalt oder an der Schwimmhalle. Letzterer wurde schon einmal im Zusammenhang mit der Annahme der Spende von der Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein diskutiert und fand keine Mehrheit.

Die Stiftung Schloss Eutin freut sich nach Auskunft der Schloss-Chefin Brigitta Herrmann über die „Bounty“, so lange sie da noch stehe und „Leben ins Schloss“ bringe, für die Kinder sei das ein toller Ort zum Spielen – „bei allem Respekt vor der Arbeit, die der Denkmalschutz leistet“, sagte Herrmann auf Nachfrage. Neben dem Verstoß gegen den Denkmalschutz drohen auch Fördermittelrückzahlungen ans Innenministerium, heißt es aus dem Eutiner Rathaus auf Anfrage: „Rechtsverstöße stehen für mich nicht zur Debatte“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk. Auch das Innenministerium geht davon aus und möchte auf Nachfrage keine Summe nennen, die dann als Rückzahlung zur Debatte stehe: „Das wäre rein spekulativ und an Spekulationen möchten wir uns nicht beteiligen“, hieß es auf Nachfrage aus Kiel.

Spätestens zur Stadtvertretersitzung im Juni, so lautete die Vereinbarung im vergangenen Ausschuss, müsse eine Entscheidung über den Standort gefallen sein.

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