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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 17:31 Uhr

„Bounty“ lichtet den Anker

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Spielschiff für Kinder ist seit gestern freigelegt / In den nächsten Wochen wird das Holzgerät abgebaut und versetzt

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 04:00 Uhr

Die Gangway wird eingeholt. Die Stadt begann gestern, das Spielschiff „Bounty“ für seinen Umzug vorzubereiten. Das hölzerne Spielgerät zwischen Schloss und Stadtbucht wurde gestern freigelegt. Zwei Mitarbeiter des Baubetriebshofs schaufelten den Sand mit kleinem Bagger und Handwerkszeug beiseite und legten das Fundament des hölzernen „Piraten-Liners“ frei.

Das Spielschiff wird in der kommenden Woche von einer Spezialfirma in Einzelteile zerlegt und demontiert, wie Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt gestern sagte. Ihren neuen Standort wird die Bounty an der Schwimmhalle finden und dort voraussichtlich Ende August wieder zum Spielen freigegeben werden. Auch da soll eine Fläche aus Sand wieder als Fallschutz dienen, sagte Stein-Schmidt.

Die Arbeiten brauchen mehrere Wochen, weil „wir gerne wieder die Firma haben wollten, die das Gerät bereits aufgebaut hat“, erklärte die Stadtmanagerin. Der Betrieb müsse zwischendurch einen weiteren Auftrag erfüllen. Bevor das Gerät den Kindern wieder Spielstätte werden kann, müssen die Spielplatzplaner das Bauwerk erst noch prüfen und freigeben.

Das Holzspielschiff war zur Landesgartenschau Eutin 2016 als Spielgerät an der Stadtbucht errichtet worden, allerdings mit dem Wissen, dass das Spielschiff dort nicht bleiben konnte. Die Fläche gehört zum denkmalgeschützten Schlossplatz und Schlossgarten Eutin, wie die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises damals erklärt hatte.

Da die Bounty von den Kindern sehr gut angenommen wurde, war schnell der Gedanke aufgekommen, sie weiterhin zur Verfügung zu stellen. Der Sponsor „Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein“ und die Stadt waren offen für den Erhalt des Schiffes. Die Politik traf nach erster Ablehnung später die gleiche Entscheidung und nahm das Spielgerät als Spende in einem Wert von 26  000 Euro an. Der Bauausschuss sprach sich endgültig für den neuen Standort an der Schwimmhalle aus.

Ursprünglich war das Schiff für den Awo-Kindergarten in Lensahn gedacht gewesen. Dem hatte Fabian Weist von der Wobau statt dessen „einen ganz neuen Spielbereich“ versprochen.

Hat die Bounty ihren neuen Ankerplatz an der Schwimmhalle gefunden, muss das Gelände am Schloss wieder zu einer Rasenfläche werden. Die zeitlich befristete Umnutzung und -gestaltung im Rahmen der Landesgartenschau war mit Städtebaufördermitteln finanziert worden.

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