Bosauer Ortswehren feiern den 90. Geburtstag der Thürker Wehr

Kreisbrandmeister Thorsten Plath und Bürgermeister Schmidt ehrten langjährige Einsatzkräfte.  Fotos: Helmut Schröder
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Kreisbrandmeister Thorsten Plath und Bürgermeister Schmidt ehrten langjährige Einsatzkräfte. Fotos: Helmut Schröder

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11. Juni 2018, 11:48 Uhr

Aus dem einst dreitägigen Gemeindefeuerwehrfest ist in Bosau erstmals der Gemeindefeuerwehrtag geworden. Und den feierten die acht Bosauer Ortswehren am Wochenende in Thürk. Anlass für die Ortswahl war das 90-jährige Bestehen der Thürker Ortswehr. Der Festumzug durch das Dorf wurde angeführt vom Spielmannszug der Gemeindefeuerwehr Süsel.

Auf dem Golfplatz wurde diesmal ein Schlauchausrollen auf einer Strecke von 105 Metern zelebriert, das so um 1956 schon einmal als Wettkampfart stattfand. Nach diesem Wettkampf mussten unter Zeitnahme Knoten gebunden werden. Von den zwölf angetretenen Mannschaften setzte sich die Wehr Hassendorf 2 durch, es folgten Bichel-Wöbs-Löja und Hutzfeld-Brackrade 1.

Als Zwischenspiel gab es Tauziehen, das die Wehr Hutzfeld-Brackrade 1 für sich entschied. Danach simulierten die Thürker einen Küchenbrand. Es wurde Fett auf eine Temperatur von 400 Grad Celsius erhitzt, so dass es zu einer Selbstentzündung kam. Das Küchenpersonal versuchte, mit Wasser zu löschen, was eine Fettexplosion zur Folge hatte, hier griff die Wehr ein.

Vor der Siegerehrung zeichneten Kreiswehrführer Thorsten Plath und Bürgermeister Mario Schmidt verdiente Feuerwehrleute aus. Für 25 Jahre wurden Oberlöschmeister Torben Schildknecht (Hassendorf), Löschmeister Andreas Redepenning (Hutzfeld-Brackrade), Löschmeister Arne Kröger und Stephan Westphal (Thürk) mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber geehrt. Oberlöschmeister Jürgen Meyer (Thürk), Löschmeister Ernst-Günther Friedrichsen und Löschmeister Wolfgang Schmüth (Liensfeld-Kiekbusch) erhielten das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre.

Thürks Wehrführer André Riemke dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Johannitern, die für den Sanitätsdienst zuständig waren und ihren Fahrzeugpark vorstellten, dem THW, den Nachbarwehren aus Eutin, Neudorf und Segeberg sowie HDF Brandschutztechnik, die mit einem Rauchhaus Beratung und Feuerlöschtraining anboten.

Für Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt war das 18. Gemeindefeuerwehrfest das letzte seiner Amtszeit. Er wünschte den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren für die Zukunft eine gesunde Heimkehr von allen Einsätzen.

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