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Schulfusion auf dem weg : Bosauer dankten den „couragierten Malentern“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Schulausschuss in Hutzfeld bestätigte erleichtert den Wunsch nach einer organisatorischen Schulverbindung mit der Malenter Schule an den Auewiesen. Sie lobten die Courage der Mehrheit des Malenter Schulausschusses.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 13:32 Uhr

Die Erleichterung der Malenter Entscheidung für eine organisatorische Verbindung der Schulen in Malente und Hutzfeld war den Mitgliedern im Bosauer Schulausschuss anzusehen. Trotz eines in Malente möglichen Bürgerbegehrens halten die Bosauer an diesem Vorhaben der Schulfusion fest, beschlossen sie am Donnerstag einstimmig.

Bürgermeister Mario Schmidt sprach von einer „couragiert“ getroffenen Entscheidung und einem guten Signal aus Malente. „Die Malenter Kommunalpolitiker sind für uns couragiertdurchs Fegefeuer gegangen“, meinte auch Manfred Wollschläger (CDU).

Burkhard Klinke (SPD), Vorsitzender des Bosauer Schulausschusses, sah das Bürgerbegehren als „Wermutstropfen“ an. In Bosau müsse noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die Zukunft der Schule getroffen werden. Doch wenn das offenbar in Malente angestrebte Bürgerbegehren ins Anmeldeverfahren für das neue Schuljahr falle, „dann bekomme ich Bauchschmerzen“, sagte Klinke und wollte den Blick in Richtung Eutin lenken, weil er Fusionen mit Plön oder Ahrensbök als erledigt ansah: „Wir sind diejenigen, die handeln müssen.“

Manfred Wollschläger wollte sich in dieser guten Phase mit Malente nicht nach einem neuen Partner umsehen. Dr. Joachim Rinke (FDP) ist sicher, die Fusion trotz Bürgerentscheids hinzubekommen. Für Max Plieske (Grüne) wäre das sogar „ein fatales Signal“. Der Bosauer Grüne kritisierte eine „unterirdische“ Stimmung in Malente: „Der Ausschussvorsitzende Helmut Wagner sollte durch Formalien platt gemacht werden.“ Auslöser dafür übrigens war Plieskes Parteifreundin und Fraktionsvorsitzende der Malenter Grünen, Dagmar Nöh-Schüren.

Über den Umgang mit Zahlen in Malente habe sich Schulleiter Albrecht Dudy gewundert: „Nach dem Schulentwicklungsplan liegt die Malenter Schule an den Auewiesen mit 20 Schülerinnen und Schüler unter der Prognose.“ Und wenn der Trend so weiter gehe, dann liege Malente gerade mal mit 15 Schülerinnen und Schülern über den Schnitt einer Gemeinschaftsschule. Dudy: „Für Malente sind mehr Schüler nötig.“ Eine große Schule habe auch eine große Stabilität im Personalkörper und die Schüler hätten eine größere Auswahl als Wahlpflichtkursen. Hutzfeld bringe zum Beispiel Dänisch ein.


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