Bosau: Grundstein am Backhaus ist gelegt

Oswald Schmidt, Joachim Hermann und Fritz Roth (von links) versenken zugleich die Rolle mit einer Tageszeitung, Geldmünzen und den Unterlagen über das Backhaus. Dieses Ritual bei der Grundsteinlegung soll dem Bau Glück bringen. Fotos: Pamela Lepeschka
1 von 2
Oswald Schmidt, Joachim Hermann und Fritz Roth (von links) versenken zugleich die Rolle mit einer Tageszeitung, Geldmünzen und den Unterlagen über das Backhaus. Dieses Ritual bei der Grundsteinlegung soll dem Bau Glück bringen. Fotos: Pamela Lepeschka

Avatar_shz von
30. Juli 2009, 10:00 Uhr

Bosau | Lange war es ruhig um das geplante Backhaus an der Dunkerschen Kate. Gestern aber wurde der Grundstein für das Gebäude gelegt.

Nach dem viel versprechenden Vortragsabend im März, der Auskunft über die Finanzierung, den Spendenstand und die Planung des Baus gingen Gartengruppe und Backhaus-AG frisch ans Werk. Ursprünglich sollte es schon im Mai mit dem Bau losgehen.

Ein Antrag auf EU-Mittel wurde gestellt. Nach dessen Bewilligung und den Spendeneingängen folgte eine kleine Niederlage: Fehlende Grenzsteine und der kurzfristig erforderlich werdende Kauf eines 15 Quadratmeter großen Landstreifens. Das war notwendig, um den vorgeschriebenen Grenzabstand einzuhalten. Es verzögerte aber den Baubeginn.

Nach großem Einsatz von Altbürgermeister Joachim Hermann in Abstimmung mit seinem Nachfolger, Bürgermeister Mario Schmidt, atmeten die Bosauer am

12. Mai schließlich auf. Die Baugenehmigung war erteilt und die Gewerke von Architekt Fritz Roth aus Bosau ausgeschrieben. Seit Juli sind die Bodenarbeiten im vollen Gange.

Die Finanzierung der 20 000 Euro ist durch die knapp 7 500 Euro aus EU-Mitteln und den gut 6 000 Euro von der Gemeinde Bosau gesichert. Die Differenz wird durch Spenden ausgeglichen. Stolz ist die Arbeitsgruppe auf knapp 6 200 Euro an Spendengeldern, die bis heute eingenommen wurden.

Wegen der Zuschüsse muss der Bau bis zum 15. September abgeschlossen sein. Kein Problem sagen das Tiefbauunternehmen Andreas Jakubenko und sein Bruder, der Zimmerer Thorsten Jakubenko aus Hutzfeld, denen die Aufträge für die Gewerke erteilt wurden. Durch die zahlreichen Spenden, die Lieferung von gebrauchten Dachziegeln sowie von Steinen für den Schornstein, sei es möglich, sich ein gebackenes Brot in Kürze vorstellen zu können.

Bereits am Dienstag, dem 4. August, soll um 17 Uhr Richtfest gefeiert werden. Nun geht es Schlag auf Schlag.Liebevoll hatten die Gartengruppe und Backhaus- AG die Feier der Grundsteinlegung mit Häppchen, Sekt und Kaffee im Garten der Dunkerschen Kate vorbereitet, der neben Bosauern und den Handwerkern, die Vertreter der Verwaltung, der Feuerwehr, der Dorfschaft und des Tourismusvereins angehörten.

Kopfzerbrechen bereitet noch ein wenig der Bausatz des Backofens, der aus Bayern angeliefert wird und in Eigenleistung zusammen gebaut werden soll. Aber sicher ist jemand von den vielen Helfern, die ihre Unterstützung angeboten haben, in der Lage auch dieses Problem zu lösen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen