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Ostholsteiner Anzeiger

23. November 2017 | 05:03 Uhr

Boots-Haus: Umbaupläne stoßen auf Wohlwollen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 20:11 Uhr

Auf viel Wohlwollen sind die Planungen für eine Umgestaltung des Boots-Hauses am Mittwochabend im Malenter Planungsausschuss gestoßen. Der Beschluss, die notwendige Bauleitplanung einzuleiten, wurde trotzdem vertagt. Ausschussvorsitzender Jürgen Redepenning (SPD) machte geltend, dass die von ihm geführte gemeinsame Fraktion von SPD und Grünen die Unterlagen so spät erhalten habe, dass sich seine Fraktion noch nicht darüber habe beraten können.

„Am Ende ist das alles eine ganz attraktive Sache für den Tourismus“, erklärte Klaus Schützler (CDU). Dagmar Nöh-Schüren, Fraktionsvorsitzende der Bürger-Innen für Malente (BfM), stieß ins gleiche Horn: „Wir begrüßen diese Planung im Grunde.“ Es müsse nur darauf geachtet werden, dass das überplante Gelände auch öffentlich bleibe, forderte sie.

Bürgermeisterin Tanja Rönck hatte zuvor bereits zahlreiche Bestandteile der Planung gelobt. Besonders den Bau einer rollstuhltauglichen Rampe von der oberen zur unteren Promenade bezeichnete sie als „sehr charmant“. Die geplante Brücke zur Dachterrasse des Pavillons sowie der Neubau eines behindertengerechten WCs fand ebenfalls ihr Zustimmung. Eine kurze Diskussion gab es über drei geplante rund zehn Meter langen Stege, die Jürgen Baguhl (FWM) ebenso wie der Übergang zur Dachterrasse „etwas zu dick aufgetragen“ vorkamen. Doch Rönck verteidigte das Vorhaben. „Die Plätze sind im Sommer wirklich belegt. Und zumindest für einen Laien sei dort keine schützenswerte Flora und Fauna zu erkennen.

Mit den Planungen beauftragt ist das Eutiner Architekturbüro Bielke und Struve, Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein kümmert sich im Auftrag von Eigentümer Kay Cornils, der in der Sitzung nicht selbst anwesend war, um die planerische Seite. „Der Eigentümer möchte den Selbstbedienungsbereich ausbauen“, erläuterte Nagel. Dafür sei das bisherige WC-Gebäude geplant. Damit wolle er das Angebot nicht ausweiten, sondern lediglich weiter differenzieren. Im Uferbereich zwischen dem Pavillon und dem Intermar sollten außerdem Bänke aufgestellt werden. Derzeit wüchsen dort lediglich Ziergehölze, die nicht schützenswert seien.

Von Gudrun Förster (CDU) geäußerte Bedenken, Baumaßnahmen an der Promenade könnten für die Gemeinde eine Rückzahlung von Fördergeldern auslösen, relativierte Nagel: „Eine Rückzahlung wird erst dann fällig, wenn Sie bauliche Maßnahmen ergreifen.“ Außerdem könne dies vom Vorhabenträger übernommen werden. Nach Angaben von Rönck läuft die Fördermittelbindung ohnehin spätestens in fünf Jahren aus. „Das würde für den Investor den Kohl nicht fett machen.“

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