Boote an allen Stadttoren

Das Boot „Plune“ am Ortseingang aus Richtung Eutin wurde 2019 eingeweiht und steht in voller Blüte.  Fotos: Orly Röhlk
1 von 2
Das Boot „Plune“ am Ortseingang aus Richtung Eutin wurde 2019 eingeweiht und steht in voller Blüte. Fotos: Orly Röhlk

Die Initiative Schönes Plön will nach der B 76 Richtung Eutin auch andere Ortseingänge schmücken

Avatar_shz von
13. August 2020, 16:29 Uhr

Plön | Die Initiative Schönes Plön (ISP) ist bekannt für kreative Vorhaben zur Verschönerung des Stadtbildes. Jetzt präsentiert der Verein die Fortsetzung eines Projekts, das 2019 begonnen wurde: Alte Fischer- und Anglerboote mit Bepflanzung an Ortseingängen zur Begrüßung der Gäste. Vorbild ist das Boot „Plune“ an der Fegetasche Richtung Eutin, das die ISP für 200 Euro mit einer Spende gekauft und 2019 eingeweiht hatte.

Vorsitzender Raimund Paugstadt stellte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung (Step) das Konzept für die Lütjenburger Straße, Hamburger Straße (Richtung Neumünster, B 430) und den Stadtsee vor, wo ein Boot aus ISP-Sicht als schwimmender Ersatz möglich wäre, weil es an Land für den Ortseingang aus Richtung Kiel keinen geeigneten Standort gibt. Ein passendes Boot, das man kaufen könne, stehe auf dem Seehof-Gelände, erklärte Paugstadt. Weitere zwei Boote sind bereits auf dem Klärwerksgelände eingelagert, nachdem sie Bootsbauer Jens Hucke aus Ascheberg repariert und abgeschliffen hat. Sie könnten wie „Plune“ mit (finanzieller) Unterstützung des städtischen Bauhofs bepflanzt und gepflegt und mit stilisiertem Plön-Fisch und Maränenschwarm als Dauerleihgabe des Gürtlermeisters Kay-Uwe Laas bestückt sein.

Eine Skulptur koste 2000 Euro. Auch für die Finanzierung der Maränen werden noch Spender gesucht. Den Kauf der Boote, ihre Reparatur und Schilder zur Erläuterung der Objekte bezahlt der Verein ebenfalls mit Hilfe von Spenden.

Von einem Fischer vom Schluensee stammt das für den Ortseingang aus Richtung Neumünster vorgesehene Boot. Dort müsste auf dem Rasenstück allerdings die Litfaßsäule entfernt werden. Alternativ sei als Standort der Rasen vor der ehemaligen Kreisfeuerwehrzentrale denkbar.

Das Boot für die Lütjenburger Straße (Grundstück Firma Freyzeichen) schwamm früher auf der Alster und stammt nach Paugstadts Angaben von einem Hamburger Ehepaar aus Sepel.

Für die Schwentineterrassen präsentierte Paugstadt den Entwurf einer Plön-Fisch-Skulptur ohne Boot. Bis Ende August erwartet Bürgermeister Lars Winter ein Ergebnis der Flächenprüfung durch den Kreis, inwieweit das Vorhaben verkehrstechnisch möglich ist. Winter zeigte sich zuversichtlich, die Litfaßsäule versetzen und den Vertrag mit der Deutsche Städte-Medien GmbH neu verhandeln zu können, die für 6000 Euro alle Werbeflächen der Stadt gepachtet hat.

Die Politik war sehr angetan von den Plänen. Einstimmig votierte das Gremium dafür, die ISP beginnen zu lassen, wenn die Standortprüfung positiv verläuft. Beim Standort für das schwimmende Schiff, von dem der Ausschuss nicht so begeistert war, sollen Verwaltung und ISP überprüfen, ob sich eine bessere Alternative findet.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen