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Böse Plöner 1:6-Schlappe gegen Schlusslicht Suchsdorf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der TSV Plön zeigte im wichtigen Duell der Kellerkinder gegen den Suchsdorfer SV in der Fußball-Verbandsliga Nordost sein zweites Gesicht. Das bedeutet: In den Partien gegen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt boten die Plöner in dieser Saison überwiegend erschreckend schwache Vorstellungen und kassierten deftige Niederlagen. So auch bei der 1:6(0:2)-Schlappe gegen den Tabellenletzten aus Suchsdorf. „Ich habe die Mannschaft nach einer intensiven Trainingswoche vor dem Gegner gewarnt. Mit welchem Recht dann die Partie so angegangen wird, ist mir ein Rätsel“, erklärte Trainer Maik Gabriel, der „nichts schön reden“ wollte.

Nach der kampfstarken Leistung der Vorwoche bot der TSV Plön gegen das Tabellenschlusslicht eine desolate Einstellung. Suchsdorf hatte unter der Woche den Trainer gewechselt. Der neue Mann, Mario Schülke, schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gäste wirkten vom Anpfiff weg frischer und engagierter als die behäbig und umständlich agierende Heimelf. Suchsdorf präsentierte sich keineswegs wie ein Absteiger und drängte auf den Führungstreffer. Bereits nach zwei Minuten klärte Plöns Torhüter Björn Alberts gegen den frei vor ihm auftauchenden Rene` Pascal Behrens. Plön schien sich zu fangen und vergab durch Philipp Grandt und Fynn Joswig zwei gute Chancen. Nach 19 Minuten traf jedoch Behrens auf der anderen Seite für Suchsdorf zum 1:0. Björn Alberts verhinderte in der Folge einen höheren Rückstand. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff erhöhte der erneut freistehende Rene`Pascal Behrens auf 0:2.

Sollten die Plöner Spieler sich nach einer deutlichen Pausenansprache ihres Trainer für die zweite Halbzeit etwas vorgenommen haben, wurden die Hoffnungen der Gastgeber binnen fünf Minuten endgültig zerstört. Erneut hatte der überragende Behrens zweimal zugeschlagen und mit dem 4:0 für die Gäste die schnelle Entscheidung herbeigeführt. Dabei war insbesondere der vierte Treffer sehenswert. Der Suchsdorfer Spielführer lupfte den Ball über Björn Alberts hinweg unter die Torlatte. Auch in der Folge durften sich die Plöner bei ihrem Torhüter bedanken, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel. Der Treffer zum 1:4 durch Kapitän Sören Balk (74.) konnte bei den in allen Belangen enttäuschenden Gastgebern keine Freude auslösen. Stattdessen mussten Verantwortliche und Fans mit ansehen, wie der eingwechselte Momme Großfeldt seinen eigenen Torhüter fünf Minuten später per Kopf zum 1:5 überwandt. Zum Abschluss ließen vier Plöner Abwehrspieler gegen zwei Gästeangreifer das Gegentor zum 1:6-Endstand zu (85.).

„Nach dieser Leistung müssen sich die Spieler auch mal selbst hinterfragen“, sagte Plöns sichtbar um Fassung bemühter sportlicher Leiter Wolfgang Schmeiska.

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