Bösdorf will Naturparkhaus in Plön behalten

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08. November 2018, 17:53 Uhr

Mit Verschiebungen von 65 400 Euro im Verwaltungs- und 21 400 Euro im Vermögenshaushalt hat die Gemeindevertretung am Donnerstagabend den ersten Nachtragshaushalt beschlossen. Damit steigen der Verwaltungsetat auf 1,8 Millionen und der Vermögensetat auf 553 600 Euro.

Erfreulich: Die Gewerbesteuer stieg um 35 000, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer um 10 100 und die Schlüsselzuweisungen um 16 800 Euro. Dafür schlug die Unterhaltung des Kindergartens mit Mehrkosten von 10 000 Euro, die Wasserversorgung mit 6500 Euro und die Unterhaltung der Alten Schule in Bösdorf mit 8000 Euro zu Buche. Beim Ausbau des Timmdorfer Weges wurden 28 000 Euro gespart.

Bürgermeister Engelbert Unterhalt (SPD) blickte in die Zukunft und regte eine Diskussion über die Anhebung der Hebesätze um jeweils 20 Prozentpunkte an. Das mache bei der Grundsteuer A 1700 Euro, der Grundsteuer B 10 000 Euro und der Gewerbesteuer rund 8000 Euro an Mehreinnahmen aus. „Wir sind noch keine Fehlbedarfsgemeinde“, sagte Unterhalt. Dennoch sollten sich die Hebesätze in Richtung Vorgaben des Landes bewegen. Darüber soll nun im Finanzausschuss beraten werden.


In Eutin muss Miete gezahlt werden

Eins ist sich die Gemeindevertretung in der Bewertung der Zukunft des Naturparkhauses in Plön. Der Standort Plön soll auf jeden Fall erhalten bleiben und eine Abwanderung nach Eutin vermieden werden. „In Eutin muss erst alles geschaffen und Miete gezahlt werden“, sagte Klaus Tschirschwitz (BfB) ohne Berücksichtigung, dass der bisher mietfreie Vertrag im Plöner Uhrenhaus bereits längst von der Marius-Böger-Stiftung als Eigentümer gekündigt worden ist. So wie Ascheberg, die ihren Mitgliedsbeitrag von 1750 Euro bei einem Abzug nach Eutin in die Waagschale warfen, wollte Bösdorf mit einem Beitrag von 1200 Euro dann doch nicht gehen. Hans-Hinrich Westphal (CDU) klagte: „Der Umzug nach Eutin ist eine politische Entscheidung.“

Die Freiwillige Feuerwehr hat ihren Mitgliedern in diesen Jahr pro Teilnahme an einem Dienstabend 15 Euro gezahlt. Das hat zwar am Ende keine neuen Mitglieder gebracht, aber für gut besuchte Dienstabende gesorgt. 10 000 Euro hat sich die Gemeinde Bösdorf das in diesem Jahr kosten lassen - und die 10 000 Euro werden auch im nächsten Jahr fließen.


Eintritte fangen nur die Austritte auf

Auf „Mitte 30 Mitglieder“ taxiert Gemeindewehrführer Volker Horst die Stärke seiner Wehr. Dennoch: Austritte würden neue Eintritte nur auffangen. Mit einem Brief sollen zum Jahreswechsel alle 18- bis 50-Jährigen in der Gemeinde Bösdorf angeschrieben und um Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Bösdorf gebeten werden. Klaus Tschirschwitz hat „die große Mitgliederwelle auch nicht erwartet“. Alfred Stender (CDU) sieht immer noch die persönliche Ansprache als beste Werbung. Aber es sollte auch weiterhin an der Qualitätssteigerung der Dienstabende gearbeitet werden.

2019 wird es nach einer Mitteilung des Kreises wieder Zuschüsse für den Ausbau von Gemeindeverbindungswegen geben. Bösdorf überlegt, ob die Straße von Oberkleveez durch Niederkleveez bis an die Stadtgrenze Plöns angemeldet werden sollte. Es ist noch Zeit bis Mitte Januar.

Die Gemeinde Bösdorf soll blühen. Das ist der Wunsch von Landwirt Alfred Stender. Deshalb war vorgeschlagen worden, die Wiese an der Feuerwehr zu einer Wildblumenwiese zu machen. Die Fläche werde von der Wehr benötigt, sagte Wehrführer Volker Horst. Nun sollen Flächen gesucht werden, um das Projekt „blühendes Bösdorf“ erfolgreich anzuschieben.

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