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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 23:53 Uhr

Bösdorf schreibt schwarze Zahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Haushaltsplan für 2016 einstimmig von der Gemeindevertretung verabschiedet / Neuer Kindergartenvertrag liegt der Kirche bereits vor

Wenn alles gut geht, dann kann die Gemeinde Bösdorf am Ende des nächsten Haushaltsjahres 3200 Euro in die Rücklage legen. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter am Dienstagabend den von Engelberg Unterhalt (SPD) vorgestellten Haushalt, der in Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 1  632  400 Euro und im Vermögenshaushalt mit 142  400 Euro abschließt.

Unverändert bleiben 2016 die Hebesätze für Grundsteuer A bei 360 Prozent, für Grundsteuer B bei 380 Prozent und der Gewerbesteuer bei 320 Prozent. Die großen Einnahmen bescheren der Gemeinde Bösdorf die Grundsteuern (231  000 Euro), die vorsichtig zurückhaltend geschätzte Gewerbesteuer (135  000 Euro), der gemeindliche Anteil an der Einkommenssteuer (546  000 Euro) sowie die Schlüsselzuweisungen, die mit 340  000 Euro rund 120  000 Euro geringer ausfallen, als im Vorjahr. Das liegt an dem Plus aus der Gewerbesteuer, das von den Schlüsselzuweisungen abgezogen wird.

Hauptausgaben sind im nächsten Jahr die Kreisumlage mit 452  000 Euro, Tilgung (62  000 Euro) und Zinsen (33  000 Euro) sowie die Schulverbandsumlage mit 177  000 Euro und die Erstattung der Verwaltungskosten an die Stadt Plön in Höhe von 165  000 Euro. Die Gemeindevertreter zeigten sich insgesamt zufrieden mit den Zahlen. Auch die Nachricht von Bürgermeister Joachim Schmidt, dass der Wasserpreis vom neuen Partner Zweckverband Ostholstein stabil bleibe, stellte die Gemeindevertretung zufrieden.

Gesprochen wurde auch über den Haushaltsplan des Kindergartens, der – so Engelberg Unterhalt – noch eine Menge Unbekannte habe. So erwarte die Kirchengemeinde von der Gemeinde Bösdorf im nächsten Jahr einen Zuschuss von 85  000 Euro, knapp 20  000 Euro mehr als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre in Höhe von 66  000 Euro. So klang durch, dass der Kirchengemeinde ein neuer Vertrag über die Fortführung des Kindergartens in Oberkleveez vorliegt. Damit könnte der entbrannte Streit über die Finanzierung beigelegt werden. Die Gemeinde hat offenbar nun die Zahlung eines Pauschalbetrages zur Finanzierung des Kindergartens angeboten. Zur Güte habe die Gemeinde das Angebot gemacht, 70  000 Euro im Jahr zu übernehmen und viermal 17  500 Euro im Jahr zu überweisen.

Lediglich Regina Hornsmann (BfB) sprach sich gegen den Haushalt des Kindergartens aus. Der Etat sei zurzeit noch sehr „prognosebehaftet“, sagte sie dem OHA gestern. Aktuell habe die Gemeinde einen Vertragsentwurf ausgearbeitet, der mit der Kirche Anfang des nächsten Jahres besprochen werde. Hornsmann: „Ich denke, es ist falsch, jetzt wieder Streit mit solchen Banalitäten anzufangen“. Die Gespräche mit der Kirche werden sehr gut verlaufen und man wird auch ohne Beschlüsse zu einer guten und vernünftigen Lösung bezüglich der Abschlagszahlungen kommen.

Die Freiwillige Feuerwehr Bösdorf bekommt eine Verwaltungsabteilung. Darin können Menschen, die kein Interesse an einer aktiven Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung haben oder körperlich dazu nicht geeignet sind, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten trotzdem einbringen. Zum Beispiel bei der Erstellung und Pflege einer Homepage oder die Leitung einer Kinderabteilung. Auch dazu ermächtigte die Gemeinde die Feuerwehr. Pläne für eine Kinderabteilung gebe es allerdings noch nicht.

 

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erstellt am 10.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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