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Bösdorf nähert sich dem Jahr 2015 mit schwarzen Zahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fast jede Position im Haushaltsplan 2015 beleuchteten die Mitglieder im Finanzausschuss der Gemeinde Bösdorf bei ihrer Sitzung am Dienstagabend. Das Ergebnis: „Zum ersten Mal seit vier Jahren haben wir einen Haushalt mit schwarzen Zahlen“, freute sich Bürgermeister Joachim Schmidt (CDU).

Er wirkte mit dem Zahlenwerk für 2015 ebenso zufrieden wie die anderen Kommunalpolitiker. Sie empfahlen der Gemeindevertretung einstimmig, den Etatentwurf zu beschließen.

Ein wesentlicher Faktor dafür ist die künftige Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Ostholstein, die rund 238 000 Euro in die Gemeindekasse spülen soll (wir berichteten). Zudem übernimmt der ZVO die Kreditlast in Höhe von 250 000 Euro, die von der Gemeinde
im Zusammenhang mit der Kanalisation aufgenommen wurde. Das bedeutet für Bösdorf rund 5000 Euro weniger Zinsbelastung. Die Kanalisation bleibt Eigentum der Gemeinde.

Bei einem Zusammenschluss mit den Stadtwerken Plön wäre das nicht mehr der Fall gewesen. Außerdem hätten die Gemeinde 125 000 Euro an die Stadtwerke zahlen müssen, sagte Bürgermeister Schmidt dem OHA.

Trotz verschiedener Mehreinnahmen, zu denen eine ab 1. Januar geltende Zweitwohnungssteuer 10 000 Euro beitragen soll, wurde Schmidts Hoffnung auf 75 000 Euro Rücklagen nicht erfüllt. Denn Mindereinnahmen, beispielsweise bei der Gewerbesteuer, und Einbußen von jeweils rund 40 000 Euro bei den Schlüsselzuweisungen, lassen den Überschuss schrumpfen. Auch die Ausgabenseite, auf der Steigerungen bei den Lohnkosten, die Anschaffung einer neuen Küche im Kindergarten sowie neue Aufwendungen bei der Kindertagespflege zu Buche schlagen, verringern das Finanzpolster. Außerdem sind im Feuerwehrbedarfsplan 16 000 Euro für die Anschaffung notwendiger Ausrüstung verankert.

Zurzeit liegen die Rücklagen des Haushalts 2015, der ein Volumen von knapp 2,2 Millionen Euro hat, bei rund 26 000 Euro. „Das sind nur etwas mehr als ein Prozent des Gesamthaushaltes und nahezu nichts“, sagte der Ausschussvorsitzende Engelbert Unterhalt.

Schon jetzt steht fest, dass für das nächste Jahr rasch ein Nachtragshaushalt erforderlich sein wird. Spätestens wenn die aktuellen Einwohnerzahlen vorliegen und
das Finanzausgleichsgesetz greift, werden die neuen Berechnungen der Umsatzsteuer- und Einkommenssteueranteile das Blatt wieder ändern. Das könnte schon Anfang des kommenden Jahres sein.


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erstellt am 26.Nov.2014 | 12:53 Uhr

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