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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 20:23 Uhr

Blues- und Stadtfest bleiben feste Größen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fraktionen fordern flexible Lösungen für Großveranstaltungen in 2015 und 2016

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 16:43 Uhr

Kein verbissenes Hauen und Stechen, sondern der Wille, den Boden für konstruktive Gespräche zwischen Verwaltung und Veranstalter zu bereiten, prägte gestern Abend die Aussprache im Hauptausschuss über die Zukunft des Stadtfestes in Eutin. Dabei machten die Vertreter von CDU, SPD, Grünen und FDP im Rathaus deutlich, dass sie ein gutes Miteinander von Landesgartenschau 2016 und den jahrzehntelang etablierten Großveranstaltungen anstreben.

Das Fazit der überwiegend sachbetont geführten Aussprache: Auf das Bluesfest und auch auf das Stadtfest will in Eutin in den nächsten zwei Jahren niemand verzichten, zumal nicht nach den positiven Effekten mit von der Stadt bezuschussten Aktionen wie Kleinkunstprogramme und Kinderflohmarkt. Allerdings müssen für diese Veranstaltungen möglicherweise in Teilbereichen neue Austragungsflächen gefunden werden, weil die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2016 und die Maßnahmen zur Stadtsanierung Vorrang haben müssen.

Dazu ist Kompromissbereitschaft bei der Suche nach praktikablen Lösungen für alle Beteiligten notwendig. Diese Forderung richteten mit Olaf Schmidt (CDU), Christiane Balzer (Grüne), Jens-Uwe Dankert (FDP) und Hans-Georg Westphal (SPD) Politiker aller Parteien vor allem an Helge Nickel, Chef der Veranstaltungsfirma „kreativ und konkret“. Westphal: „Eutin ist groß genug, um Ausweichflächen zu bieten, falls auf dem Markt eine Baustelle sein sollte.“ Dankert ermahnte Nickel zudem, den Flohmarkt der Feuerwehr mittlerweile als gegeben zu akzeptieren und die Querelen mit der Stadt zu beenden.

Nickels öffentliche Schelte für die Stadtverwaltung wurde eingangs vom Ausschussvorsitzenden Matthias Rachfahl (CDU) ausdrücklich missbilligt. Die Form, in der Nickel sich über die aus seiner Sicht ihn immer wieder behindernde Arbeit der Verwaltung geäußert habe, sei nicht angemessen und der Sache auch nicht dienlich.

Nickel selber rechtfertigte sich mit dem Satz: „Ich war entsetzt und menschlich zutiefst enttäuscht, wie die Verwaltung mit mir umgeht.“ Er schlug dann aber vor, ruhig über die Möglichkeiten zu reden, 2015 und 2016 die Tradition von Bluesfest und Großflohmarkt fortzusetzen. Dazu brauche er genaue Angaben, an welchen Stellen die Stadt Baumaßnahmen plane. Denn für seine wirtschaftlichen Kalkulationen sei es wichtig, ob der Brunnen auf dem Markt für eine Cocktailbar mit entsprechend hoher Standmiete zur Verfügung stehe oder nicht.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz sagte, dass diese Angaben erst mit Fortgang der Planungen verfügbar sein werden. Die Tür für lösungsorientierte Gespräche stehe aber im Rathaus offen.

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