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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 23:44 Uhr

Blomenburg: Kreis muss nicht zahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landgericht weist Klage des Insolvenzverwalters in erster Instanz zurück

In der ersten Instanz, dem Landgericht Kiel, ist gestern der Insolvenzverwalter der Blomenburg-Trägergesellschaft, Jens Sören Schröder, mit dem Versuch gescheitert, den Kreis Plön und die Gemeinde Selent in die finanzielle Haftung zu nehmen. Nach Auskunft der Landrätin Stephanie Ladwig hat das Gericht die Klage gegen Kreis und Gemeinde abgewiesen.

Landrätin Stephanie Ladwig erklärte gestern, der Kreis bedauere sehr, dass es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung gekommen sei. „Auch wir hätten uns gewünscht, dass das Konzept eines Technologiezentrums an der Blomenburg funktioniert. Das Geschäftsmodell hat sich aber leider als nicht tragfähig erwiesen und so musste als Konsequenz aus unserer Sicht Insolvenz für die Trägergesellschaft angemeldet werden.“ Die Investitionsbank Schleswig-Holstein habe daraufhin Fördermittel von der Trägergesellschaft zurückgefordert.

Das Gericht hatte – wie berichtet – die Frage zu klären, ob der Insolvenzverwalter vom Kreis als einem der Gesellschafter Ansprüche in Höhe von rund 7,3 Millionen Euro plus Zinsen geltend machen kann.

Es sei natürlich sehr erfreulich, dass die Klage gegen den Kreis abgewiesen worden sei, sagt Ladwig weiter. Das zeige, dass der Kreis und auch die Gemeinde Selent gute juristische Argumente gegen einen Verlustaus-gleichsanspruch in Millionenhöhe vorgetragen hätten.

Ladwig ist allerdings nicht optimistisch, dass damit das letzte Wort schon gesprochen ist: In Anbetracht der Summe, um die es geht, wäre nicht unwahrscheinlich, dass der Insolvenzverwalter Rechtsmittel gegen dieses Urteil einlegen werde.

Insolvenzverwalter Jens Sören Schröder hatte Kreis und Gemeinde als zwei verbliebene Gesellschafter der Trägergesellschaft des Blomenburg Venture Parks aufgefordert, Verluste auszugleichen, wozu sie sich in der Satzung der Blomenburg-Gesellschaft verpflichtet hätten.

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erstellt am 28.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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