zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 04:47 Uhr

Blenski bleibt Malenter CDU-Chef

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU-Fraktionschef und Bürgermeister-Kandidat Hans-Werner Salomon bringt Neubau der Schule an den Auewiesen ins Spiel

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Das Thema Flüchtlinge war am Mittwochabend auch auf der Jahresversammlung der Malenter CDU nicht wegzudenken. Es war aber bei Weitem nicht das einzige Thema. CDU-Fraktionschef und Bürgermeister-Kandidat Hans-Werner Salomon hatte bei seinem Jahresrückblick vor 17 weiteren Ortsverbandsmitgliedern im Dieksee-Hotel Wyndham Garden noch eine ganze Reihe anderer Themen im Blick: „Wir haben in dieser Zeit einiges bewegt, angeschoben und beendet“, erklärte er.

Salomon nannte beispielsweise die Erneuerung des Vertrags mit dem touristischen Dienstleister der Gemeinde, GLC Glücksburg Consulting, vor rund einem Jahr oder die geplante Einrichtung eines Bürgerbüros, aber auch die Entscheidung über einen Austritt aus Tourismus-Zentrale Holsteinische Schweiz (TZHS), den Breitbandausbau, den geplanten Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Kreuzfeld oder die Zukunft der Schule an den Auewiesen.

Für die Schule hat Salomon große Pläne: „Es muss erlaubt sein, über einen Neubau oder eine Kernsanierung nachzudenken“, erklärte der Fraktionschef. Die Kosten dürften zwar im Millionenbereich liegen, aber: „Es wäre eine Investition in die längere Zukunft Malentes und den Schulstandort.“

Eine klare Absage erteilte Salomon einer Rücknahme des Austritts aus der TZHS, die voraussichtlich in der nächsten Gemeindevertretung am 17. Dezember auf der Tagesordnung stehen wird. Er wies auf finanzielle Risiken für die Gemeinde in Zusammenhang mit einem Verfahren bei der EU über mutmaßlich rechtswidrige staatliche Beihilfe durch eine Mitgliedschaft in dem Zweckverband hin. „Wir können uns gar nicht auf einen Verbleib in der TZHS einlassen, so lange eine Frage von möglichen Strafzahlungen im Raum steht“, warnte Salomon.

Kritik übte der Fraktionschef an zeitlichen Verzögerungen beim geplanten kreisweiten Projekt des Breitbandausbaus unter Regie des Zweckverbands Ostholstein (ZVO). „Es ist nicht zu akzeptieren, wenn andere Gemeinden für die Entscheidung einer Beteiligung an dem Breitbandausbau mehr als ein halbes Jahr benötigen.“ Ein weitere Verzögerung müsse „zu anderen Überlegungen führen“, drohte er.

Zu langsam geht es Salomon aber nicht nur beim schnellen Internet. Auch der geplante Neubau des Kreuzfelder Gerätehauses ziehe sich schon viel zu lange hin. Mit der Festlegung auf ein Grundstück, das sich dann als ungeeignet erwiesen habe, sei viel Zeit vergeudet worden. „Erst auf Antrag der CDU wurden Alternativen geprüft und auch gefunden“, betonte Salomon und bedauerte, dass über mögliche Kosten derzeit nur Gerüchte zu hören seien. Doch eine Million Euro, von denen die Rede sei, sei „eindeutig zu hoch, wenn ich einen Zweckbau schon für 600  000 Euro bekommen kann“.

Zwar erteilte Salomon Steuererhöhungen eine klare Absage, doch das, was aus seiner Sicht in dieser Amtsperiode der Gemeindevertretung noch auf der Agenda steht, dürfte für die Bürger trotzdem teuer werden: Niederschlagswassergebühr, Straßenreinigungssatzung und Zweitwohnungssteuer.

Anders als im Vorjahr, als die Aktivitäten der damaligen Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dagmar Nöh-Schüren noch für Unmutsäußerungen in der Malenter CDU gesorgt hatten, blieben Diskussionen weitgehend aus. Lediglich zwischen dem Landtagsabgeordneten Peter Sönnichsen, der aus der Landespolitik berichtete, und Dirk Oswald kam es zu einem Dissenz über den Umgang mit den Flüchtlingen. Sönnichsen hatte die Politik von Kanzlerin Angela Merkel verteidigt: „Wer auch immer sagt, wir brauchen eine Obergrenze, der stelle sich an die Grenze und entscheide: ,Du darfst rein und du nicht‘.“

Ohne eine einzige Gegenstimme gingen die Vorstandswahlen über die Bühne. Vorsitzender Peter Blenski wurde ebenso wie sein Stellvertreter Jürgen Gutzmann im Amt bestätigt. Gutzmann übernimmt auch das Amt des Schriftwarts. Neuer Schatzmeister ist der 26-jährige Polizeimeisteranwärter Marvin Kißmer. Er tritt die Nachfolge von Christina Path an, die nicht mehr kandidierte. Zu Beisitzern gewählt wurden Achim Vollert, Ellen Heesch, Jörg Ehrich, Angelika Blenski und Klaus Schützler.

Nahezu konstant blieb die Zahl der Mitglieder. Sie sank durch einen Wegzug auf 64. Dennoch will Blenski hier etwas tun. „Wir brauchen ganz dringend junge Leute, die bereit sind, mitzumachen.“ Dafür will der Vorsitzende mit Info-Ständen sowie einem verstärkten Einsatz von Facebook und einer eigenen Web-Seite werben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen