Bitterer K.o. in der Nachspielzeit

Mit einer Blitzreaktion holt der Reinfelder Torhüter Patrick Schröder den Kopfball von Jan Kunert (rechts) aus dem rechten Eck. Der Pansdorfer Dennis Schumacher wartet vergeblich auf den Abpraller. Fotos: Harald Klipp (2)
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Mit einer Blitzreaktion holt der Reinfelder Torhüter Patrick Schröder den Kopfball von Jan Kunert (rechts) aus dem rechten Eck. Der Pansdorfer Dennis Schumacher wartet vergeblich auf den Abpraller. Fotos: Harald Klipp (2)

Fußball-Landesliga Holstein: TSV Pansdorf verliert unglücklich 1:2(0:1) gegen Preußen Reinfeld – Entscheidung in der Nachspielzeit

shz.de von
05. August 2018, 21:14 Uhr

Trainer Helge Thomsen war vom Einsatzwillen und der Leidenschaft der Landesliga-Fußballer des TSV Pansdorf angetan. Nur das Ergebnis trübte den sonnigen Sonnabendnachmittag, denn Preußen Reinfeld gelang kurz vor Schluss durch Kristof Rönnau der Treffer zum 2:1(1:0). „Zum Glück starten wir mit einer englischen Woche und können die Niederlage schon am Dienstag wieder wettmachen“, sagte Thomsen. Doch der Oldenburger SV, der sich unter anderem mit dem Ex-Eutiner Kevin Wölk verstärkt hat, gehört zu den Titelkandidaten. „Das ist schon ein hartes Brett“, kommentierte der Pansdorfer Coach die knifflige Aufgabe.

Mit dem ersten Konter gelang den Gästen die Führung. Kristof Rönnau schloss den Angriff eiskalt ab und schob den Ball unhaltbar für TSV-Torwart Dennis Schramm zum 0:1 ins linke untere Eck (8.). Die Reinfelder erspielten sich in den ersten 45 Minuten eine optische Überlegenheit, gewannen die meisten Zweikämpfe. Der TSV Pansdorf kam erst nach einer halben Stunde besser in die Partie. Doch Kai Hahn und Holger Mess wurden im letzten Moment geblockt, sodass Gästetorwart Patrick Schröder den Ball sicher fangen konnte. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Tobias Fischer traf Paul Manthe von halbrechts die Latte des Reinfelder Tores.

Mit dem Wiederanpfiff legten die Gastgeber in der Offensive einen Zahn zu. Erstes Zeichen der Pansdorfer Entschlossenheit war ein Kopfball, den Daniel Greger nach einer Ecke von Felix Krüger über das Tor setzte (47.). Mit einer gelungenen Einzelleistung erzielte Krüger den Ausgleich, als er sich im Strafraum gegen zwei Reinfelder durchsetzte und den Ball überlegt zum 1:1 in den linken oberen Winkel drehte (55.).

Jetzt wurde das Spiel wieder offener, Preußen Reinfeld wäre um ein Haar in Führung gegangen, doch der Unparteiische pfiff den Treffer von Rönnau wegen Abseits zurück (60.). Fünf Minuten später spielte Jan Kunert einen Pass in den Strafraum auf Krüger, der in die Gasse gesprintet war. Doch der Pansdorfer scheiterte an Torwart Patrick Schröder, der lange stehen blieb und den Ball aus fünf Metern mit beiden Fäusten abwehrte (64.). Auch die nächste Chance hatte Felix Krüger, der einen Flugball technisch sauber mit der Brust annahm und dann aus der Drehung knapp links vorbei schoss (75.). Der Siegtreffer für die Gastgeber war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, doch eine scharfe Hereingabe von Krüger zischte knapp an Kai Hahn vorbei (78.). Bei einem Kopfball von Jan Kunert aus fünf Metern parierte Schröder reaktionsschnell (83.).

Die Reinfelder kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte, hatten aber mit dem letzten Angriff der Partie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Sie griffen über links an, es folgte der flache Pass in die Mitte – wo Kristof Rönnau den Ball sicher zum Siegtreffer einschob (90 + 3.). „Das 0:1 legen wir uns fast selber rein“, ärgerte sich Helge Thomsen über den frühen Rückstand. Er haderte damit, dass seine Mannschaft ihre Chancen nicht nutzte: „Wir müssen das 2:1 machen, dann gehen wir auch als Sieger vom Platz!“

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