zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 18:10 Uhr

Biogasanlage: Die Behörden greifen durch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landesamt fordert Sicherungsmaßnahmen in Sibstin

von
erstellt am 13.Aug.2014 | 14:38 Uhr

In der unter Insolvenzverwaltung stehenden Biogasanlage Sibstin sollen rasch die Umwelt nicht länger gefährdende Verhältnisse geschaffen werden. Eine entsprechende Anordnung hat die Insolvenzverwalterin Ute Jacob in Kiel jetzt vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) erhalten.

Der behördliche Handlungsauftrag, der im Zusammenwirken mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Ostholstein formuliert wurde, zielt zentral auf die Sicherung der Anlage, um diese nicht zuletzt „für den kommenden Winter sicher zu machen“. Konkret gefordert wird die ordnungsgemäße Entsorgung weiterer auf dem Gelände vorhandener Abfälle und eine feste Einzäunung des Betriebsgeländes.

Das war bislang weitgehend nur durch Flatterband und Schilder gegen unbefugtes Betreten gesichert. Relativ frei zugängliche Tonnen und Plastiksäcke mit unbekannten Inhalten sowie die kaum gesicherten Biomassen in den Gärbehältern hatten Besorgnisse über das Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt geweckt.

Dagegen verlangt das Landesamt weitere Maßnahmen. So sollen die Schieber an den Gärbehältern dingfest gemacht werden. Zudem wird die Entsorgung der Inhalte im Fermenter und Nachgärer verlangt, „damit von diesen keine Gefahr ausgehen kann bei einem eventuell stärkeren Frostereignis im kommenden Winter“, so das Amt.

Iim Auftrag der Insolvenzverwalterin wurde bereits das Altöl, das noch auf der Anlage war, ordnungsgemäß entsorgt. Auch das defekte Hallentor ist wieder gängig gemacht worden , als Voraussetzung dafür, Stoffe in dem Gebäude sicher lagern zu können.

Noch ungeklärt ist, ob ein Teil der erheblichen Fördermittel, die für die Herstellung dieser mit der Vergärung von Speiseresten konzipierten Anlage gezahlt wurden, erstattet werden muss. Das von Landwirten, Maschinenring und der Firma Veolia Umweltservice finanzierte Unternehmen hatte im Februar 2013 Insolvenz angemeldet. Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte, dass ihr eine mit der Anlage in Sibstin in Zusammenhang stehende Strafanzeige vorliegt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen