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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 23:24 Uhr

Bildung auf hohem Niveau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Über der neuen Bildungseinrichtung mit „Waldschänke“ auf dem Bungsberg schwebt der Richtkranz

von
erstellt am 24.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Für Hans-Alfred Plötner, Vorsitzender des Zweckverbandes Bungsberg, ist nach der Grundsteinlegung Ende April gestern Morgen „ein Traum der Stufe zwei in Erfüllung gegangen“. Mit dem Richtfest eines Bildungsspaß-Gebäudes und einer „Waldschänke“ soll auf Schleswig-Holsteins höchster Erhebung ein über Jahre geplantes Bildungsprojekt „Spaß seit der Eiszeit“ wieder an alte Zeiten mit Besucherströmen angeknüpft.

„Es war ein langer Weg bis zum heutigen Tag“, erinnerte sich Plötner an einige Rückschläge während der Projektplanung. Zur Realisierung des fünf Millionen-Euro-Projekts ziehen neben dem Zweckverband Bungsberg das Landwirtschaftsministerium, die Sparkassen-Stiftung Ostholstein, die Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz, die Landesforsten und der Förderverein Bungsberg an einem Strang.

„Das Projekt ist von der EU als Dekaden-Projekt ausgezeichnet worden“, informierte Dr. Martin Lüdiger die rund 50 Richtfestgäste. Ziel des pädagogischen Projekts für Kindergärten und Schulen sei es, Kinder und Jugendliche mit der Natur in Kontakt zu bringen und ihnen die geologische Entwicklung der Region zu vermitteln. Eine Pilotphase mit zwei Schulklassen werde am 2. September gestartet. Nach der Fertigstellung, die für Ende des Jahres geplant ist, würden täglich drei Klassen am Bildungsspaß-Gebäude erwartet, um kostenlos (inklusive Bustransfer) einen Tag lang an dem Bildungsprogramm teilnehmen können, führte Lüdiger weiter aus. Erste Anmeldungen lägen vor.

Insgesamt werde jährlich mit 8000 bis 10 000 wissbegierigen Kindern gerechnet. Außerdem soll der Bungsberg wieder Anziehungspunkt für Familien, Urlauber und Ausflügler werden, und das zu jeder Jahreszeit.

„Es passiert relativ selten, dass ländliche Entwicklung, eine ökologische Bauweise und Jugendbildung zusammen geführt werden“, sagte Staatssekretär Dr. Ulf Kämpfer. Das sei zugleich eine Chance, das Konzept als „Gipfelprojekt“ über die Grenzen Schleswig-Holsteins leuchten zu lassen. Als Besonderheit bezeichnete Kämpfer, dass nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die Folgekosten getragen würden. Die Sparkassen-Stiftung Ostholstein übernimmt sie.

Ein unansehnlicher Schandfleck sei nun auf dem Wege zu einer touristischen Erlebbarkeit, die mit Bildung gekoppelt werde, zeigte sich auch Landrat Reinhard Sager zufrieden mit der Entwicklung. Die Bauten würden sich perfekt in die Natur einpassen, so dass selbst ein Wanderfalke sich bei der Aufzucht von drei Jungen während der Bauphase nicht gestört gefühlt habe.

„Rechte Winkel und Parallelen gibt es in dem Bildungsspaß-Gebäude nicht. Alle Rundungen haben außerdem unterschiedliche Radien“, gab Architektin Nina Hiller aus Neustadt, die zusammen mit ihrem Vater, Architekt Hans-Joachim Michaelsen, einen Einblick in die Planungen. Um die Kräfte der speziellen Gebäudekonstruktion aufzufangen, seien für die Stabilisierung 30 Zentimeter starke Decken eingebracht worden.



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