Aus dem Plöner Amtsgericht : Bewährungsstrafe für Verletzung der Auflagen

Seine Strafe hat er bereits abgesessen. Trotzdem musste sich ein 40-jähriger Lütjenburger nun noch einmal vor dem Plöner Amtsgericht verantworten.

Avatar_shz von
23. September 2011, 11:12 Uhr

Plön | Denn zusätzlich zu seiner Haftstrafe wegen einer Vergewaltigung hatte das Gericht dem Mann auferlegt, keinen Alkohol zu trinken. Im Februar wurde der arbeitslose Lkw-Fahrer jedoch zum wiederholten Male mit 1,8 Promille im Blut von der Polizei angetroffen.

Das räumte der Angeklagte vor Gericht auch ein, aber: Für einen Alkoholiker sei diese Auflage sehr schwer umzusetzen gewesen. Er sei überrascht, dass es überhaupt zu einer Verhandlung gekommen sei. "Ich dachte, ich gehe gleich in den Knast." Inzwischen bekämpfe er seine Sucht. Er habe eine Entgiftung hinter sich und wolle eine Therapie machen. Er wolle sein Leben wieder in den Griff bekommen und sein großes Ziel erreichen: Seinen wegen Alkohol verlorenen Führerschein zurückbekommen und wieder als Lkw-Fahrer arbeiten.

Trotzdem forderte der Staatsanwalt eine weitere Bewährungsstrafe für den Mann. "Eine Geldstrafe würde das Ziel der Läuterung nicht erreichen", sagte er. Immerhin habe der Angeklagte 22 Vorstrafen und bereits viele Jahre im Gefängnis gesessen. Vier Monate Haft sowie 60 Arbeitsstunden und die Auflage einer Therapie verlangte der Staatsanwalt außerdem. Diesen Forderungen schloss die Richterin sich an, verhängte jedoch nur eine dreimonatige Bewährungsstrafe.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen