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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 10:53 Uhr

Plön : Bewährtes vertraglich erneuert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vertragsunterzeichnung gestern zwischen dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Plön-Segeberg GmbH und dem Kreis Plön

von
erstellt am 05.Feb.2015 | 15:14 Uhr

Der Kreis Plön wird die Beratungsstelle in Erziehungs- und Lebensfragen im Kreis Plön mit Sitz in Preetz und den derzeitigen Außenstellen in Heikendorf und Lütjenburg weiter fördern. Mit der Unterschrift setzte Landrätin Stephanie Ladwig den Beschluss des Kreistages um, die Beratung des Diakonischen Werkes ab 1. Januar 2015 mit jährlichen Mitteln in Höhe von 83 Prozent der Gesamtkosten zu fördern.

Zu diesem Zweck wurde gestern der bestehende Vertrag zwischen dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Plön-Segeberg GmbH und dem Kreis Plön verlängert. Landrätin Stephanie Ladwig unterzeichnete gemeinsam mit dem Vertragspartner, dem Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Michael Steenbuck, im Beisein des Leiters der Beratungsstelle in Erziehungs- und Lebensfragen im Kreis Plön, Rainer Schulte, die Neufassung des Vertrages.

Auch wenn der Kreishaushalt eine enge Finanzsituation aufweist, ist die Vertragsverlängerung ein richtiges Zeichen, um auch zukünftig eine frühzeitige und dezentrale Beratung, entspre-chend dem gesetzlichen Auftrag des Kinder- und Jugendhilfegesetzes anbieten zu können, heißt es dazu in einer Pressenotiz. 23,8 Prozent der Kinder, die im vergangenen Jahr beraten wurden, befanden sich im Alter bis zu sechs Jahren und damit in einem Alter, wo Hilfen besonders nachhaltig Wirkung entfalten können.

Die Beratungsstelle, so die lobenden Worte von allen Seiten, hat sich im Laufe der vielen Jahre ihres Wirkens das erforderliche Vertrauen erworben. Sie sei im Bereich der Erziehungsberatung tätig und helfe bei der Beratung in Fällen von Trennung und Scheidung, wenn es um Lösungen von Umgangs- und Sorgerechtsfragen geht. Annähernd 60 Prozent der im vergangenen Jahr stattgefundenen Beratungen, erfolgten aus eigenem Antrieb von Eltern oder Elternteilen.

Die Erziehungsberatung gibt als effektiv und im Vergleich kostengünstig: In über 45 Prozent der Fälle des vergangenen Jahres konnte die Beratung zwischen ein bis fünf Sitzungen beendet werden. Weitere 23,7 Prozent benötigten lediglich zwischen sechs und zehn Sitzungen. Berechnungen der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung im Jahr 2009 zufolge (neuere Zahlen liegen nicht vor) betrug der durchschnittliche finanzielle Aufwand je Fall 1036 Euro; der gleiche Aufwand für die anderen Hilfen zur Erziehung lag im Vergleichszeitraum bei 23  192 Euro.

Somit ist Erziehungsberatung die mit Abstand kostengünstigste Hilfe zur Erziehung, die die Jugendhilfe vorhält. Die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes hat im vergangenen Jahr Leistungen für insgesamt 937 Kinder und Jugendliche erbracht. Bei einem tatsächlichen Aufwand des Kreises in Höhe von 400  392 Euro in 2013 entfällt somit auf ein Kind ein Aufwand in Höhe von 427,31 Euro.

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