Betreuungsverein verstärkt Arbeit

Team vergrößert: Vorsitzender Christian Burgdorf (von links) mit Klaus Häring, Elke Zastrow und Christoph Mevenkamp im neuen Beratungszimmer.
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Team vergrößert: Vorsitzender Christian Burgdorf (von links) mit Klaus Häring, Elke Zastrow und Christoph Mevenkamp im neuen Beratungszimmer.

Mit Elke Zastrow wurde die dritte hauptamtliche Kraft eingestellt / Das Beratungsangebot wird zeitlich und auch räumlich erweitert

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07. Mai 2015, 14:12 Uhr

Mehr Beratungen, mehr Personal, mehr Raum: Der Betreuungsverein Ostholstein, dessen Zentrale in der Waldstraße unter dem selben Dach sitzt wie der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), ist auf Wachstumskurs. Vor gut einem Jahr hat sich der Verein für Betreuung und Personensorge (VBP) aufgelöst, seitdem ist die Bedeutung des Betreuungsvereines als Anlaufstelle für Betreuer sowie Ratsuchende aus dem ganzen Kreis gewachsen.

Nach Auflösung des VBP sei die Zahl der Mitglieder des Betreuungsvereines um etwa 20 auf 170 gestiegen, sagte gestern der Vorsitzende Christian Burgdorf. Zwei Drittel der Mitglieder seien ehrenamtliche Betreuer. Stark gewachsen sei der Beratungs- und Informationsbedarf insgesamt, dem die hauptamtlichen Kräfte von Stockelsdorf bis Puttgarden nachkommen. Neben Geschäftsführer Klaus Häring und dem Mitarbeiter Christoph Mevenkamp hat am
1. April Elke Zastrow ihre
Tätigkeit beim Betreuungsverein aufgenommen. Damit kann nicht nur das Angebot an Beratung ausgebaut, sondern auch die Zahl von Betreuungen, die die hauptamtlichen Kräfte vornehmen, erhöht werden

Christoph Mevenkamp (59), seit 1999 beim Verein, betreut 35 Personen, Klaus Häring (55) etwa halb so viele, und auch Elke Zastrow (49) soll für etwa 15 Personen die Betreuung übernehmen, darüber hinaus sogenannte Querschnittsaufgaben in der Beratung erledigen. Mit ihrer Erfahrung in der Migrationsarbeit wird
sie schwerpunktmäßig tätig werden, wenn es um Betreuung bei Menschen mit fremden Wurzeln geht.

Regelmäßige Sprechstunden bieten Häring und Mevenkamp jeweils montags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr in der Waldstraße 6 an, neu hinzu kommt nun die Möglichkeit, sich dienstags zwischen 15.30 und 18.30 Uhr von Elke Zastrow beraten zu lassen. Neu ist auch, dass es für die Gespräche einen separaten Raum gibt, in dem kein Telefonklingeln stört.

Und neu wird künftig auch in Oldenburg eine Beratung angeboten: Stets am letzten Mittwoch des Monats, erstmals am 27. Mai, von 14 bis 16 Uhr beim DRK (Schuhstraße 27).

Die Gespräche mit den Beratern, ob persönlich oder per Telefon, sind kostenlos. Rat können sich sowohl ehrenamtliche Betreuer als auch Angehörige holen, die über eine Betreuung nachdenken, oder eben auch Menschen, die über Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung Bescheid wissen wollen.

Ehrenamtliche Betreuer treffen sich an jedem ersten Donnerstag im Monat in der Geschäftsstelle. Im Wechsel stehen dort Klönen bei Kaffee und Kuchen oder Vorträge von Referenten zu verschiedenen Themen auf dem Programm. Einmal im Jahr wird auch ein Ausflug angeboten, meistens in Einrichtungen.

Und die Hauptamtlichen des Vereines arbeiten mit Behörden und Einrichtungen zusammen oder mischen sich in die öffentliche Diskussion ein. In Kürze zum Beispiel gibt es eine öffentliche Veranstaltung zur Reform des Palliativ-Gesetzes.

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