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Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 10:51 Uhr

Hebammen-Kooperation : Betreuung aus einer Hand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Schwangere – eine Hebamme: Dieses Prinzip wollen fünf Hebammen aus der Region weiter hochhalten. Aber die haben sich einer Kooperationsgemeinschaft zusammengeschlossen.

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 19:13 Uhr

Sie lieben ihren Beruf, haben jede für sich schon geholfen, Hunderte von Kindern auf die Welt zu bringen und wollen das auch weiterhin so machen, wie sie es gewohnt sind: Deshalb haben sich die freiberuflichen Hebammen Anja Hambach (Lütjenburg), Katja Hartmann (Seedorf), Andrea Hammer-Kohlwes (Eutin) sowie Alicia Mazur und Brigitte Wachholz (Neustadt und Ahrensbök) nun zu einer Kooperationsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Sie alle leisten Geburtsbetreuung in der Eutiner Sana-Klinik und wollen an der sogenannten 1:1-Betreuung festhalten. Das heißt: eine Schwangere – eine Hebamme, vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Wochenbett und gegebenenfalls auch darüber hinaus. Eine werdende Mutter weiß damit von Beginn an, mit welcher Hebamme sie es bei der Geburt zu tun haben wird. Für dieses Prinzip sei Eutin bislang über die Grenzen der Region hinaus geschätzt worden, erklärt Brigitte Wachholz. Schon als sie vor 26 Jahren als Hebamme angefangen habe, sei dies so gewesen: „Sonst hätte ich mich gar nicht für Eutin entschieden.“

Seit Beginn dieses Monats arbeite die Eutiner Sana-Klinik allerdings mit neun Hebammen im Schichtdienst. So sei zwar gewährleistet, dass die Geburtsstation rund um die Uhr mit einer Hebamme besetzt sei; doch die Schwangere wisse vorher nicht, welche Hebamme bei der Geburt dabei sein werde, erklärt Andrea Hammer-Kohlwes. Sie kann sich nicht vorstellen, im Schichtdienst zu arbeiten, sondern will unbedingt an der 1:1-Betreuung festhalten. „Es entsteht ein persönlicher Kontakt, den ich nicht missen möchte.“

Anja Hambach betont den positiven Einfluss dieses Prinzips: „Die Schwangere ist beruhigter und kommt besser mit der Situation zurecht.“ Das könne beispielsweise dazu führen, das keine oder weniger Schmerzmittel eingesetzt werden müssten. Und nicht nur die Schwangere profitiere, weiß Andrea Hammer-Kohlwes: „Dem Ehemann geht es auch besser, wenn er die Hebamme kennt.“

Sollte eine der fünf Hebammen einmal bei „ihrer“ Schwangeren verhindert sein, etwa aus Krankheitsgründen, wollen sich die Hebammen gegenseitig vertreten. Zugleich stimmen sie die Urlaubszeiten miteinander ab.

Die exklusive Betreuung sei kein Luxus für Privilegierte, betont Andrea Hammer-Kohlwes. „Die 1:1-Betreuung wird komplett von den Krankenkassen übernommen.“ Die Betreuung umfasse etwa Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitung, Hausbesuche vor und nach der Geburt, Stillberatung und Rückbildungsgymnastik und reiche vom Beginn der Schwangerschaft bis mindestens acht Wochen nach der Geburt.


> Anja Hambach, Telefon 0171/2607079 (www.hebammen praxis-luetjenburg.de)

> Katja Hartmann, Telefon 0174/8858448 (www.hebamme-segeberg.de)

> Andrea Hammer-Kohlwes, Telefon 04521/798311, (www.deineheb amme.de)

> Alicia Mazur & Brigitte Wachholz, Telefon 0152/58587080 (www.he bammenteam-die2.de)

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