Besuchertag für besondere Menschen

Viel Spaß hatten die Kinder beim Schminken. Davon überzeugten sich der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Vizeadmiral Joachim Rühle (Mitte), Schulkommandeur Kapitän zur See Matthias Kähler sowie Bürgervorsteherin Mechtilde Gräfin von Waldersee und Kreispräsident Stefan Leyk.
Viel Spaß hatten die Kinder beim Schminken. Davon überzeugten sich der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Vizeadmiral Joachim Rühle (Mitte), Schulkommandeur Kapitän zur See Matthias Kähler sowie Bürgervorsteherin Mechtilde Gräfin von Waldersee und Kreispräsident Stefan Leyk.

Stellvertretender Generalinspekteur der Bundeswehr, Vizeadmiral Joachim Rühle, lobte gestern in Plön das Bundeswehr-Sozialwerk

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02. August 2018, 16:03 Uhr

Es war gestern eine ganz besondere Veranstaltung am Bootshafen der Marineunteroffizierschule (MUS). Etwa 30 besondere Menschen mit Behinderung waren am Nachmittag zu Gast. Unter das Publikum mit Kreispräsident Stefan Leyk und Bürgervorsteherin Mechtilde Gräfin von Waldersee mischte sich kein Geringerer als der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Vizeadmiral Joachim Rühle.

„Ich wohne in Mönkeberg und habe kurze Wege“, sagte der 59-jährige Joachim Rühle dem OHA. Er war mit Ehefrau, Enkelkind und Schwiegermutter nach Plön gekommen. Aus gutem Grund: Seine Schwiegermutter, selbst im Bundeswehr-Sozialwerk engagiert, überreichte eine Spende anlässlich ihres 90. Geburtstages.

Hauptakteure des Nachmittags waren allerdings etwa 30 Kinder und Jugendliche, die im Namen des Bundeswehr-Sozialwerkes gerade 14 Tage zur eigenen Erholung in Schleswig-Holstein verbringen. In dieser Zeit haben ihre Eltern, von denen Vater oder Mutter selbst als Soldaten bei der Bundeswehr sind, die Möglichkeit, auch einmal Urlaub von der teilweise intensiven Betreuung ihrer Kinder
zu machen. Die Betreuer
des Bundeswehr-Sozialwerkes sind selbst alle ehrenamtlich unterwegs. Die von ihnen in dieser Zeit betreuten Kinder sind geistig- und körperlich behindert.

„Wir freuen uns, dass ihr alle hier seid“, sagte Schulkommandeur Kapitän zur See Matthias Kähler zu den gespannten Kindern. Er dankte ebenso wie der Stabskapitänleutnant und Bereichsvorsitzender Nord, Hermann Kaufhold, den MUS-Soldaten für die gelungene Vorbereitung des Tages. Die MUS, so Kaufhold dankbar, ist über Jahrzehnte verlässlicher Partner des Bundeswehr-Sozialwerkes.

Vizeadmiral Joachim Rühle sprach dem Bundeswehr-Sozialwerk seine höchste Reputation und Hochachtung für die geleistete Arbeit aus. Es seien schon viele Schicksalsschläge, die die 160 000 Soldaten ereilt hätten. Die Arbeit des Bundeswehr-Sozialwerkes werde durch Spenden finanziert. Er selbst wolle mit seinem Besuch an der MUS
in Plön Flagge für seinen Dienstherrn zeigen. Und so mischten sich Joachim Rühle und auch Matthias Kähler unter das Publikum und spielten mit den behinderten Kindern und Jugendlichen.

Die etwa 30 Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung erlebten bei der MUS gestern einen abwechslungsreichen Tag. Jedes Jahr richtet die MUS einen Tag für die Arbeit mit den Menschen mit Beeinträchtigung des Bundeswehr-Sozialwerkes aus. Dadurch werde auch die Aktion „Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“, die regelmäßig auf Spendengelder angewiesen ist, unterstützt.

Der Besuch an der MUS ist dabei nur ein Programmpunkt der umfangreicheren Freizeitbetreuung. Das Angebot reichte gestern von Segeln mit den Marinekuttern über Rundfahrten mit Pferdekutschen durch die Kaserne bis hin zum Auftritt eines Zauberers. Das Programm wurde von einem gemeinsamen Grillen sowie Kaffee und Kuchen gerahmt.

„In diesem Jahr freuen wir uns besonders, dass wir den Kindern und Jugendlichen ein neues Programm-Highlight mit Kinderschminken bieten können“, sagte Kapitänleutnant Martin Hering. Er ist bereits seit mehreren Jahren für die Organisation verantwortlich.

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