Bestatter Kraushaar kauft Ahrensböker Kirche

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19. Januar 2015, 11:24 Uhr

Hohe Renovierungskosten sorgten für das Aus der Kirche Maria Königin in Ahrensbök. Das katholische Gotteshaus wurde jetzt an den Bestattungsunternehmer Kraushaar verkauft. Wie das Gebäude künftig genutzt wird, ist noch offen.

In der Kirche Maria Königin in Ahrensbök wird es danach künftig kein Abendmahl und keine Beichte mehr geben. Das 1955 eingeweihte katholische Gotteshaus wurde bereits im September 2013 entwidmet. Jetzt ist die ehemalige Kirche verkauft worden, bestätigte Pfarrer Bernd Wichert. Käufer ist der Ahrensböker Bestattungsunternehmer Jens-Peter Kraushaar. Was er mit dem Gebäude machen will, ist noch offen. Fest stehe aber, dass aus Maria Königin keine Trauerhalle wird, sagte Kraushaar.

Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden, so Kraushaar, der das ehemalige Gotteshaus gemeinsam mit einem Freund erworben hat. Noch ist Maria Königin als ehemalige Kirche weithin erkennbar. Kraushaar: „Das Kreuz ist noch auf dem Turm.“ Die Glocke dagegen kann nicht mehr läuten: Sie wurde von der benachbarten Gleschendorfer Feuerwehr abgeholt. Auch die Kirchenbänke wurden abgebaut.

Die notwendige Renovierung hätte rund 180  000 Euro gekostet. Das hätte die kleine Kirchengemeinde mit ihren 600 katholischen Christen nicht aufbringen können. Außerdem verschlang die Kirche zu viel Energie. Im Einweihungsjahr 1955 war Wärmedämmung noch nicht gefragt gewesen. In den vergangenen Wintern hatte Feuchtigkeit zudem für Schimmel gesorgt.

Auf ihren Gottesdienst müssen die Ahrensböker Katholiken trotzdem nicht verzichten: Sie feiern die Messe jeden Sonnabend um 17 Uhr in der evangelischen St. Marienkirche. Nach Beobachtung von Pfarrer Wichert hat der Umzug dem Gottesdienst-Besuch keinen Abbruch getan. Anders als Maria Königin ist die evangelische Marienkirche ein historisch wertvolles Gotteshaus. Es wurde im Jahr 1328 erstmals urkundlich erwähnt und ist das einzige erhaltene Gebäude des ehemaligen Ahrensböker Klosters.

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