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Ausbildung : Berufliche Bildung mit geprüfter Qualität

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft wird viel getan, um jungen Leuten den Weg in den Beruf zu ebnen.

Für Michael Jahnke aus Preetz ist es gut gelaufen: Er hat nicht nur seine Gesellenprüfung als Ausbaufacharbeiter bestanden, die Zimmerei, bei der einen Teil seiner Ausbildung verbrachte, hat ihn auch übernommen. Dass er dieses Ziel erreicht hat, verdankt der 30-jährige Preetzer auch dem Forum für berufliche Bildung und Qualifizierung (FBQ), das von der Kreishandwerkerschaft Ostholstein - Plön getragen wird. Jahnke absolvierte eine „Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung“, die ihn beispielsweise beim Theorieunterricht unterstützt habe.

Nicht nur Michael Jahnke hat sich seiner Prüfung gestellt. Auch die FBQ GmbH, die an 19 Wirkungsstätten an sieben Standorten in den Kreisen Ostholstein und Plön jährlich einigen hundert jungen Menschen beim Übergang in die Berufswelt hilft, hat sich gestellt: und zwar einer Zertifizierung, um die Qualität ihrer Arbeit zu untermauern. Gestern bescheinigte die „Zertpunkt“ GmbH, eine von der Bundesarbeitsagentur anerkannte Zertifizierungsstelle, der Einrichtung, dass ihr 2008 eingeführtes Qualitätsmanagement den gestiegenen Anforderungen weiterhin genügt.

Inge Appel, Geschäftsführerin von Zertpunkt, über-gab das Zertifikat an Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke und die Beauftragte für das Qualitätsmanagement, Cordula Peters. Inge Appel lobte die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung des etwa 50 Mitarbeiter starken FBQ mit dem Thema Qualitätsmanagement. Es habe generell große Vorbehalte gegeben, dieses in Einrichtungen einzuführen, deren Arbeit mit Menschen zu tun habe. „Das FBQ hat den Beweis angetreten, dass es sinnvoll ist.“

Ohne Zertifizierung geht es nicht, hatte zuvor Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke klargemacht: „Unsere Auftraggeber sind das Jobcenter und die Agentur für Arbeit. Diese beschreiben die Anforderungen, und wir müssen uns dann im Wettbewerb beweisen.“

Seit der ersten Zertifizierung hätten sich die Anforderungen geändert, erläuterte Qualitätsmanagerin Cordula Peters. Das FBQ sei viel transparenter geworden, die Kommunikation besser und Abläufe würden ständig verbessert. „Wir sind im Wettbewerb gut davor“, zeigte sich Cordula Peters überzeugt.

Arend Knoop, Inhaber des Autohauses am Bungsberg, gehört zu den Vertragspartnern, die mit dem FBQ zusammenarbeiten. In seinem Betrieb habe er immer wieder Auszubildende genommen, die es mit dem Lernen schwer hätten. „Diesen Leuten müssen wir eine Chance geben, weil es die Leute sind, die wir später brauchen“, zeigte sich der 67-Jährige überzeugt. Seine Erfahrung: „Die anderen verlassen früher unsere Betriebe, weil sie nach Höherem streben.“

 

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erstellt am 28.Feb.2014 | 17:10 Uhr

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