Benz will den Ortskern anpacken

Mit den Jahren hat sich der Dorfplatz zu einem dunklen und feuchten Areal entwickelt.
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Mit den Jahren hat sich der Dorfplatz zu einem dunklen und feuchten Areal entwickelt.

Zum 800. Jubiläum der Dorfschaft soll der Dorfplatz in neuen Glanz erstrahlen / Sozialausschuss unterstützt Pläne mit 3000 Euro

shz.de von
26. November 2013, 00:33 Uhr

Die Malenter Dorfschaft Benz feiert 2015 ihr 800. Jubiläum. Bis dahin will der Dorfvorstand den Ort optisch auf Vordermann bringen. Dafür wurden bereits einige Aktionen gestartet, wie etwa die Bemalung von mittlerweile 20 ehemals grauen Schaltschränken (wir berichteten), die Instandsetzung eines Schaukastens oder die Pflanzung von 10 000 Narzissen an der Hauptstraße.

Für ein weiteres Projekt erhält die etwa 410 Einwohner starke Dorfschaft nun Unterstützung von der Gemeinde. Der Sozialausschuss bewilligte einstimmig 3000 Euro für eine Umgestaltung des Dorfplatzes am Dorfteich. Die Grünfläche in der Dorfmitte sei vor etwa 25 Jahren angelegt worden, erläuterte Dorfvorsteher Fritz Kamkalow den Ausschussmitgliedern. Leider sei die Pflege in den vergangenen 25 Jahren vernachlässigt worden. „Die ehemals kleinen Gehölze sind inzwischen so groß geworden, dass sich die ehemals attraktive Anlage zu einem dunklen und feuchten Areal entwickelt hat“, bedauerte Kamkalow. Das Areal werde damit seinem Zweck als Mittelpunkt und Aushängeschild von Benz nicht mehr gerecht.

In Zusammenarbeit mit dem Gärtnermeister der Gemeinde, Martin Goldberg, sei daher ein Konzept erarbeitet worden, um das Areal so umzugestalten, dass es künftig mit wenig Aufwand gepflegt werden könne, erläuterte Kamkalow. Es soll ein lichtdurchflutetes Areal entstehen, das sich auch in 20 Jahren noch in diesem Zustand befinde. Deshalb seien für eine Bepflanzung nur solche Arten geplant, die auf einer mittleren Größe gehalten werden könnten. Geplant seien ein Rosenbeet mit benachbarter Muschelzypresse, als Randbepflanzungen sind Rhododendren vorgesehen, die Beplankung der Sitzgruppe soll erneuert und der Weg ausgebessert werden. Außerdem soll 2015 ein Gedenkstein gesetzt werden. Im Bereich des Dorfteiches sollen nach bereits erfolgter Fällung wild gewachsener Bäume Büsche gepflanzt werden.

Insgesamt rechnet der Dorfvorstand für die Umgestaltung einschließlich Gedenkstein mit Kosten von 5000 Euro. Hinzu kommen Leistungen des Bauhofs. „Circa 40 Prozent können in Eigenleistung erbracht werden. Aber das ist für uns eine Nummer zu groß, um es allein zu finanzieren“, sagte Kamkalow, der betonte, dass das Vorhaben auch dem Tourismus und der gesamten Gemeinde dienen solle.

Zwar äußerten Christel Küster (SPD) und Karin Bröhl (FWM) Bedenken, weil anderen Dorfschaften bei Jubiläen lediglich eine Summe von 1500 Euro gezahlt werde. Demgegenüber empfahl jedoch Bürgermeister Michael Koch, das Geld zu bewilligen, denn es gehe hier um Dorfverschönerung. „Das sollten wir eigentlich sowieso leisten“, argumentierte Koch. Auch Peter Sauvant (Grüne) argumentierte, das Geld werde schließlich nicht für eine Feier ausgegeben. Ebenso sah es CDU-Fraktionschef Hans-Werner Salomon: Wir können diesen Antrag nicht mit anderen vergleichen.“ Kamkalow versprach denn auch, dass sein Dorf für eine Chronik keinen Zuschuss mehr beantragen werde.

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