Benjamin Blöcker soll Armin Penner folgen

Der 55-jährige Armin Penner hört am Freitag nach 26 Dienstjahren als Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf auf.
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Der 55-jährige Armin Penner hört am Freitag nach 26 Dienstjahren als Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf auf.

Chef der Wehr Majenfelde-Quisdorf gibt sein Amt nach 26 Jahren ab

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27. Januar 2015, 18:02 Uhr

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf steht ein Führungswechsel bevor. So endet am kommenden Freitag (6. Februar) die Ära von Ortswehrführer Armin Penner. Der damalige Nachfolger des legendären Ortswehrführers Fritz Latendorf tritt nach vier Amtszeiten nicht wieder an. Der 30-jährige Benjamin Blöcker steht als Nachfolger in den Startlöchern.

1976 kam der heute 55-jährige Armin Penner zur Feuerwehr. Zehn Jahre später wurde er Nachfolger seines damals 55-jährigen Vaters Helmut Penner als stellvertretender Ortswehrführer. Der für den Posten damals vorgesehene Richard Leide sagte aus beruflichen Gründen ab. Und so wurde Armin Penner drei Jahre später der Nachfolger von „Onkel Fritz“ –
so nannte er den damali-
gen CDU-Landtagsabgeordneten Fritz Latendorf. „In seinem Sinne habe ich die Ortswehr weitergeführt“, ist Armin Penner noch heute stolz, die Nachfolge Latendorfs angetreten zu haben.

„Meine erste Amtshandlung war die Anschaffung neuer Schirmmützen“, erinnert er sich. Höhepunkte waren der Bau des neuen Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshauses für Majenfelde und Quisdorf sowie die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs vor fünf Jahren. Kurios: Das in seiner Amtszeit schlimmste Feuer brannte auf dem Hof Penner selbst. „1995 brannten Schweinestall und Scheune ab“, erinnert sich Armin Penner. 60 Ferkel und fünf Sauen verbrannten. Aber auch die Leistungsbewertung Roter Hahn Stufen 1 und 2 fielen in seine Amtszeit.

Nach seiner vierten Amtszeit sollte Schluss sein, sagte Armin Penner. Doch der vorgesehene Nachfolger, Benjamin Blöcker, war noch nicht lange genug in der Feuerwehr. So blieb Armin Penner zwei Jahre länger im Amt.

„Die Ideen werden weniger, und der Abstand zur Jugend größer“, sagt Armin Penner und fügt hinzu: „Du sollst gehen, so lange du gebeten wirst zu bleiben.“ Er trete zurück ins zweite Glied, bleibe aktiv und unterstütze den Regeldienst der nur noch 18-köpfigen Ortswehr.

Doch macht sich auch Armin Penner große Sorgen um die Zukunft der Feuerwehren und beklagte einen Wandel in der Gesellschaft: „Das Ehrenamt ist nicht mehr hoch angesehen, wie es einmal war.“ Doch wenn die Feuerwehren aus den Dörfern verschwänden, werde es dramatisch. „Keine Versicherung holt Menschen aus brennenden Häusern“, mahnt der 55-Jährige und zieht eine positive Bilanz seiner Arbeit.

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