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Ostholsteiner Anzeiger

20. September 2017 | 00:43 Uhr

„Beltquerung mit Tunnel und Fähre“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Unternehmensverband Ostholstein-Plön schlägt Doppellösung vor

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2016 | 13:36 Uhr

Die geplante Fehrmarnbeltquerung ist dem Unternehmensverband Ostholstein-Plön (UV) ein wichtiges Thema. „Das Bauprojekt bietet große Chancen für die Region“, sagt der UV-Vorstandsvorsitzende Werner Süß (Foto).

Damit es nicht zu Monopolbildungen kommt, plädiert der UV für eine Doppellösung in Sachen Beltquerung – parallel zur Möglichkeit, die Strecke durch den Tunnel zu passieren, sollte es weiterhin eine Fährverbindung geben, so Süß. „Als Preisregulator für den Tunnel“, sagt der Verbandschef. Denn auch beim Euro-Tunnel, der England seit 1994 mit Frankreich verbindet, sorge die parallel bestehende Struktur von Fähre und Tunnel für Wettbewerb und eine angemessene Preisgestaltung für die Passage.

Zeitgleich sparte Süß nicht mit Kritik an der schleswig-holsteinischen Landesregierung. „Das Land tut nichts dafür, den Bau der Querung zu beschleunigen“, moniert Süß. Dabei sei der Norden das Tor zu Skandinavien. Und der UV ist sich sicher, dass die Region Ostholstein-Plön nicht nur Transitland wird. Zwei bis drei Milliarden Euro Investitionen würden insgesamt beim Bau der Beltquerung in die Region fließen und hier den heimischen Unternehmen zu Gute kommen. „Dieses Geld würde ansonsten woanders investiert“, sagt Süß mit Blick auf Infrastrukturprojekte insbesondere im Süden Deutschlands. In Sachen Investitionen zieht Süß dabei den Vergleich zur Landesgartenschau (LGS) in Eutin. „Eutin hat durch die LGS einen Schritt nach vorn, gar einen Quantensprung gemacht.“

Dass die Beltquerung kommt, ist beim UV gesetzt. Aber: „Wir hoffen, dass dieses Thema im kommenden Landtagswahlkampf nicht in die Mühlen gerät“, sagt Süß. Seite 5

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