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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 13:21 Uhr

Beltquerung als Unterrichtsthema

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

40 Lehrer aus Schleswig-Holstein besuchten eine Fortbildung in Eutin

von
erstellt am 15.Apr.2014 | 15:39 Uhr

Bevor Lehrkräfte einen neuen Lehrstoff anbieten können müssen sie selbst die Schulbank drücken. 40 Lehrer aus dem ganzen Land kamen dazu in die Berufliche Schule des Kreises in Eutin. Das Unterrichtsthema waren absehbare Auswirkungen der Festen Fehmarnbelt-Querung (FFBQ) zum Beispiel in der Arbeitswelt der Region.

Gemeinsam mit fünf weiteren deutschen und dänischen Schulen engagiert sich die KBS seit August 2012 beim Interreg-Projekt „Kult.kom – Kultur & Kommunikation“. In diesem Rahmen wurde eine Fortbildung für Lehrkräfte über „Europas größtes Infrastrukturprojekt“ angeboten.

„Das Ziel der Fortbildung ist es, grenzüberschreitende Zusammenhänge und Wissen in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Politik und Geschichte zu vermitteln“, sagte Nathalie Ard, bei der KBS für Kult.kom zuständig. Neben Daten und Fakten sowie Planungsstand und dem technischen Verfahren erfuhren die Lehrkräfte Hintergründe über das deutsch-dänische Projekt. Fünf Referenten vom Wirtschaftsministerium, der Femern A/S, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie vom Kreis Ostholstein und einem Steuerberatungsunternehmen, das Unternehmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten betreut, beleuchteten die Chancen und Möglichkeiten zwischen den beiden Ländern.

„Junge Menschen sind die Hoffnungsträger. Sie haben große berufliche Chancen“, sagte Martin Krause von der IHK zu Lübeck. Den Schülern solle im Unterricht für Wirtschaft und Politik sowie Technik verdeutlicht werden, was die Region ausmache und welche Zukunftsaussichten der demografische Wandel und die Ausweitung der Infrastruktur durch die Fehmarnbelt-Querung für die Jugend bedeute, umriss KBS-Schulleiter Carsten
Ingwertsen-Martensen. „Die Schüler fragen nach Jobs in Dänemark und wollen wissen, welche Aussichten sie haben“, sagte Michael Kuchel vom Institut für Qualitätssicherung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH), das in Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Eutin die Veranstaltung organisierte.

Bereits besser geworden sei das Erlernen der jeweiligen Sprachen, informierte der dänische Steuerberater Gunnar Tessin, der in seinem launigen Vortrag die kulturellen Unterschiede darstellte. Zurzeit lernen rund 450 deutsche Schüler an neun Schulen in Lübeck sowie den Kreisen Ostholstein und Plön Dänisch. In Dänemark wird Deutsch als zweite Fremdsprache ab der 7. Klasse angeboten.

Um sich gegenseitig besser kennenzulernen, sollen vermehrt gemeinsame Projekte von deutschen und dänischen Schulen ins Leben gerufen werden, sagte Nathalie Ard. Und auch dänischen Lehrern wird voraussichtlich im Herbst eine ähnlich gestaltete Fortbildung über die Entwicklungschancen der FFBQ angeboten.


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