Bella Italia

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12. Dezember 2015, 00:32 Uhr

Ist es ein seltenes Hobby? Oder eher eine Macke? Ich weiß es nicht, sehe nur häufig in vielen Augen große Fragezeichen, wenn ich von einer Leidenschaft erzähle: Ich fahre grundsätzlich gerne Auto, und ganz besonders gerne in Italien. Dabei meine ich Großstadtverkehr. Rom. Neapel. Oder Palermo, um ein paar Beispiele zu nennen. Mitten rein ins Getümmel, umschwirrt von waghalsigen Roller-Fahrern, scheinbar von allen Seiten bedrängt von anderen Autofahrern, für die rote Ampeln nur eine Empfehlung sind und die aus einem dreispurigen einen fünfspurigen Kreisverkehr machen – ja, das liebe und genieße ich, bislang kratzer- und
dellenfrei.

Der jüngste Urlaub in Palermo hat mir neben den Fahrgewohnheiten eine weitere bewundernswerte Eigenschaft der Italiener erschlossen: Pragmatismus beim Parken. Auf dem Platz vor unserer Ferienwohnung war abends immer ein Plätzchen zu finden. Tagsüber auch – unter erschwerten Bedingungen, aber machbar (siehe Fotos). Das Prinzip: Alle Pkw-Fahrer, die andere Parker blockierten, gaben ihren Schlüssel bei zwei Autowäschern ab, die bei Bedarf umparkten. Kostenfrei. Unkompliziert. Und in Deutschland undenkbar.

Achim Krauskopf

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