Eutin : Belebend oder störend?

Hans-Achim Körber
Hans-Achim Körber

Lebhafter Autoverkehr in der Fußgängerzone, wucherndes Lokalgestühl auf dem Markt: Für die einen Kennzeichen einer lebendigen Stadt, für andere belästigende Einengung.

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10. Oktober 2011, 10:34 Uhr

eutin | Diesen Konflikt behandelt der Lübecker Stadtbildpfleger Hans-Achim Körber am Mittwoch, 12. Oktober, in einem öffentlichen Vortrag.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Bauamt. Offiziell dazu eingeladen hat der städtische Bauausschuss, dessen Mitglieder sich selbst einen Überblick verschaffen wollen über mögliche Regulierungen von Werbeanlagen an Straßen und Plätzen.

Für Körber ist Eutin kein unbekanntes Pflaster. Bereits im Vorjahr war der Lübecker Planer hier bei der Jahresversammlung der Bürgergemeinschaft zu Gast. Diesmal wird Körber anhand von Bildern die städtischen Aktivitäten in Lübeck darstellen und auf gut gelungene und weniger werbewirksame Beispiele hinweisen, darunter das 2007 ergangene Verbot der "Passantenstopper", den aufstellbaren Klapptafeln.

Regie Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft, erhofft sich von der Veranstaltung den Anstoß, auch in Eutin einmal grundsätzlich darüber nachzudenken, wem der öffentliche Raum eigentlich gehört. Denn: "Die Ehrfurcht vor der architektonischen Leistung der Planer im Wandel der Geschichte gebietet es, sich einmal kritisch mit der Aufenthaltsqualität von reizüberfluteten Innenstadtbereichen zu beschäftigen." Diskussionen über gute Lösungen seien hier zwingend erforderlich.

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