zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 10:36 Uhr

Bekenntnis zum Grundgesetz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Knapp 300 Soldaten aus Plön und Flensburg legten gestern auf dem historischen Reitplatz in Plön ihren Eid ab

von
erstellt am 18.Mai.2017 | 12:24 Uhr

Der Reitplatz am Schloss Plön bot gestern die Kulisse für die Vereidigung von 188 Soldaten der Marineunteroffizierschule (MUS), 34 freiwillig ihren Dienst Leistende und 70 Unteroffizier- und Feldwebelanwärter der Schule für Strategische Aufklärung aus Flensburg. Vor der Zeremonie schritten MUS-Kommandeur Kapitän zur See Matthias Kähler, Flottillenadmiral Rainer Endres und Plöns Bürgervorsteher Dirk Krüger die Front der angetretenen Truppenteile ab.

Kähler dankte den Angehörigen für das Vertrauen, dass die MUS ihre Liebsten hart und fordernd ausbilden darf. Es sei ein System mit Befehl und Gehorsam, das sich im täglichen Umgang bewähren müsse, sagte Kähler vor vielen Gästen – darunter auch Kreispräsident Peter Sönnichsen und Plöns Bürgermeister Lars Winter. Kähler: „Der Dienst in der Bundeswehr kann Gefahr bedeuten, Gefahr um Leben und Gesundheit eines jeden Einzelnen.“

Bürgervorsteher Dirk Krüger freute sich über die gute Tradition, dass die MUS regelmäßig öffentlichen Raum für das Feierliche Gelöbnis nutzt. Plön möchte seinen Soldaten eine zweite Heimat sein. Krüger: „Manche Soldaten sind auch für immer in Plön geblieben.“ Er freute sich zudem, dass auch viele Verwandte nach Plön zum Gelöbnis gekommen waren. Für Dirk Krüger ist es „die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland nicht nur wert, sich zu ihr zu bekennen, sondern sie notfalls auch unter Einsatz von Leib und Leben zu verteidigen“. So zollte er den Soldaten dafür seinen Respekt.

Gewalt und Krieg würden immer wieder in erschreckender Deutlichkeit gezeigt. „Überwunden geglaubte Gegensätze brechen wieder auf, man spricht wieder von Mächten in Ost und West“, sagte Krüger. Unabhängiger, oft religiös motivierte Hass breche sich Bahnen in Verfolgung, Folter und Töten – „ja, von Genozid ist die Rede.“

Und zur Verteidigung des freiheitlich-demokratischen Staates mit seiner bewährten Gewaltenteilung seien die Soldaten der Bundeswehr zum Schutz vor Angriffen von außen sehr wichtig. Gewalttätige, kriegerische Angriffe ließen sich nur mit Gewalt abwehren. Krüger: „Die Bereitschaft, dieses letzte Mittel einzusetzen, sei Voraussetzung für eine glaubwürdige Abschreckung. Er hoffe, dass es nie zu diesem letzten Mittel komme – wie in den vergangenen Jahrzehnten.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen