Malente : Beim Malenter Kinderfest ging es hoch hinaus

Gemeinsam mit seiner Patentante Dörte Schmidt löschte Niklas Lunau das Holz-Feuer.
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Gemeinsam mit seiner Patentante Dörte Schmidt löschte Niklas Lunau das Holz-Feuer.

Die Feuerwehr Malente hatte über 20 Spielstationen für das Kinderfest aufgebaut. An einer davon ging es richtig hoch hinaus.

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16. Juli 2012, 11:21 Uhr

Malente | Es war das typische Wetter dieses Sommers: Regen, Sonne und zwischendurch ein wenig Donnergrollen. Doch davon ließen sich die Besucher des Kinderfestes der Malenter Feuerwehr nicht beeindrucken. Einzig Organisator Martin Guttchen hatte zuvor ein wenig Sorge gehabt. "Als kurz vor der Eröffnung ein heftiger Regenschauer niederging, da verließ uns doch ein wenig der Spaß", erzählte er.

Doch der Spaß kam angesichts der rund 20 Stationen, die die über 60 Feuerwehrleute aus Malente, Timmdorf und Neukirchen aufgebaut hatten, schnell zurück. Etwa beim Baumklettern, vor dem sich eine lange Schlange bildete. In 17 Meter Höhe hing eine Glocke, die die an Seilen gesicherten Kinder schlagen sollten. "Das war cool", erzählte Jan Borchardt, als er sicher wieder am Boden angekommen war. Eigentlich habe er ja noch einen Salto machen wollen, fügte der Siebenjährige hinzu. Aber das Abseilen sei so schnell gegangen. Bewundernde Blicke erntete der Malenter dafür von seiner Mutter Birgit. "Ich hätte mich das nicht getraut. Ich habe Höhenangst."
Wasserrutschbahn vorher ausgibig von der Feuerwehr getestet

Weniger körperlicher Einsatz wurde von Dörte Schmidt gefordert. Sie löschte gemeinsam mit ihrem Patensohn Niklas Lunau das "Feuer" in einem Holzhaus. Dieses hatte die Feuerwehr Timmdorf, wie auch einige andere Spielstationen, selbst gebaut. Dem Fünfjährigen machte die Löschaktion so viel Spaß, dass er später auch mal zur Feuerwehr will, wie er erzählte.

Mit was für Situationen es die Feuerwehr so zu tun bekommt, erlebten die Kinder im Rauchzelt am Eingang des Kurparkes. Dort hatte die Feuerwehr ein Zelt mit Kunstnebel gefüllt, um zu zeigen, wie wenig man bei einem Feuer sehen kann. So manches Kind sei gegen das im Zelt aufgestellte Sofa gestoßen, erzählte Feuerwehrmann Nils Lenkewitz. Aber er habe beobachtet, dass einige Kinder sich noch an das erinnern, was die Feuerwehrleute ihnen beim Besuch in Schule oder Kindergarten beigebracht hatten. "Einige wussten noch, dass man am Boden besser sieht und krabbelten auf Knien wieder aus dem Zelt", so Lenkewitz.

So froh alle über den ausbleibenden Regen waren - an der Wasserrutsche war die Feuchtigkeit ziemlich egal. Rund 40 Meter sausten die Kinder da auf Gummireifen einen Hügel hinab. "Die Bahn haben wir Feuerwehrleute bereits am Vorabend ausgibig getestet", erzählte Guttchen. Wer aber den internen Wasserrutschen-Wettkampf gewonnen hatte, wollte er nicht verraten.

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