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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 12:29 Uhr

Beifall für die rote Fankurve in Kiel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Eutiner Kurve sorgt mit mehr als 700 Fans bei den Hallen-Masters des SHFV in Kiel zusammen mit den Anhängern des Heider SV für super Stimmung

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 00:38 Uhr

Timo Münster war vor rund 20 Jahren selbst Mannschaftskapitän der Fußballer von Eutin 08. „Das ist heute ein absolutes Highlight“, schwärmte er in der roten Eutiner Fankurve bei den Hallen-Masters des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes in derKieler Sparkassenarena. „Und es ist schön, viele Leute zu treffen“, sagte Münster, der mit den früheren Eutiner Torleuten Jörn Schläfke und Boris Nowaczyk inmitten der rund 8700 Zuschauer die Spiele seiner Mannschaft analysierte.

Die Klatschpappen, die die Veranstalter auf die Sitzlehnen gehängt hatten, wurden in der Eutin-08-Kurve einem Härtetest unterzogen. Rhythmisch schlugen die mehr als 700 Eutiner Fans die Pappen, stimmten dazu Gesänge an, standen die meiste Zeit, wenn ihre Mannschaft auf dem Kunstrasen im Einsatz war. Gegen den ETSV Weiche Flensburg wich die Begeisterung nach dem Abpfiff nur kurz der Enttäuschung. Die Spieler verließen das Spielfeld mit gesenkten Köpfen, die Anhänger nahmen das Ergebnis gelassen hin. „Wahrscheinlich war der Respekt im ersten Spiel zu groß“, vermutete Timo Münster. Kapitän Sönke Meyer war nach dem 0:3 ein wenig gefrustet: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht!“

Im zweiten Spiel legte die Eutiner Fans eine Schippe drauf, sie trieben ihre Mannschaft noch entschlossener an. Vor ihnen verdiente sich Torwart Fabian Oeser ein ums andere Mal Lobesworte. „Wir haben einen wirklich sehr guten Torwart“, sagte Peter Rave und nickte anerkennend mit dem Kopf. Sein Sohn Christian sorgte mit seinem rasanten Antritt und seinem Mut zum Abschluss immer wieder dafür, dass die Anfeuerungsrufe noch lauter wurden. Die Anstrengungen auf der Tribüne wurden von den Spielern in Tore umgesetzt. Sebastian Witt zog aus zehn Metern ab, hart und platziert, der Ball rauschte ins Netz, die Fans jubelten, kurz darauf erhöhte Christian Rave auf 2:0, und Rave glich auch das Eutiner Torkonto mit seinem Treffer zum 3:0 aus.

„Das war ein Wahnsinnsspiel“, sagte Timo Münster. Sechs Reihen tiefer war Peter Rave mit dem Spiel seines Sohnes hochzufrieden: „Zum Glück wird in bei den Hallen-Masters auf Kunstrasen gespielt, auf anderen Hallenböden hat sich Christian einige Male schwer verletzt und daher im letzten Jahr auf Hallenturniere verzichtet. Und er hat heute zwei Buden gemacht.“ Peter Rave lobte die gesamte Mannschaft: „Die Spieler haben in den Zweikämpfen alles gebracht.“

Im letzten Gruppenspiel benötigte Eutin 08 einen Sieg gegen Holstein Kiel. Die Kieler wurden ihrer Favoritenrolle anfangs gerecht, gingen verdient in Führung. Doch dann fasste sich Timo Klotz ein Herz, schoss aus vollem Lauf – und glich zum 1:1 aus. Dabei blieb es, der Eutiner K.o. war trotz einer beeindruckenden Vorstellung besiegelt.

Eddy Schultz, in den siebziger Jahren Torwart der Schleswig-Holstein-Auswahl und von Eutin 08, war angesichts der Fangesänge begeistert: „Es ist beeindruckend, was Eutin auf die Beine stellt.“

„Die Atmosphäre bei den Hallen-Masters ist einmalig, das ist eines der größten und besten Amateurturniere in Deutschland“, sagte Danny Cornelius, der die Hallen-Masters nutzte, um seine Mitspieler am Tag nach seiner Vertragsunterzeichnung bei Eutin 08 näher kennenzulernen. „Schade, dass der Heider SV und Eutin 08 raus sind, die beiden Mannschaften hatten die besten Fangruppen“, meinte Cornelius. „Die beiden letzten Spiele haben sie super gemacht“, bescheinigte er den Eutinern, doch der schleppende Start mit dem 0:3 gegen Weiche habe der Mannschaft sportlich das Genick gebrochen.

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