Bei der Jagdsteuer gab es noch Streit

Plöner Kreistag tagte in friedvoller Weihnachtsstimmung mit großen Mehrheiten / Kooperation, CDU und FDP zogen an einem Strang

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08. Dezember 2017, 11:16 Uhr

Das hatte es lange nicht gegeben: Die Kooperation mit SPD, Grünen und FWG sowie die CDU und FDP stimmten gemeinsam für Stellenplan und Haushalt des Kreises Plön. Dabei gingen offenbar im Zeichen des Kompromisses beide Seiten aufeinander zu. Lediglich bei der Jagdsteuer gab es unterschiedliche Auffassungen.

Während CDU, FDP und UWG die Jagdsteuer im Kreis Plön schon seit ihrer Einführung immer wieder ganz abschaffen wollten, drückte die Kooperation ihre Variante durch: eine Reduzierung der Jagdsteuer um 50 Prozent nach dem „Ostholsteiner Modell“. Danach fließen die anderen 50 Prozent in Natur- oder Tierschutzmaßnahmen.

Im Mittelpunkt stand das Signal des Kreistages zur Senkung der Kreisumlage um 0,3 Prozentpunkte oder 420 000 Euro mehr für die Gemeinden. Die UWG setzte sich mit ihrem Antrag auf Senkung der Kreisumlage um 0,5 Prozentpunkte nicht durch. Das wäre insgesamt ein Verzicht auf 700 000 Euro in der Kreiskasse.

Bereits im Hauptausschuss hatten sich die großen Parteien auf den Stellenplan geeinigt. Und auch der Haushalt passierte den Kreistag als „sorgsamer Kompromiss“. Für den Neu- und Umbau von Kindertagesstätten werden bis 2020 rund 3 Millionen Euro ausgegeben. Ein Gedenkstein vor der Kreisverwaltung darf 5000 Euro kosten, eine Machbarkeitsstudie im ÖPNV über Umsteige-Busbahnhöfe 50 000 Euro.

Zunächst wird eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Schwimmhalle in Laboe für 50 000 Euro in Auftrag gegeben. Das Konzept eines kreisweiten Digitalisierungsgipfels kostet 80 000 Euro, die Ausweitung des Modellprojekts Anruf-Linien-Taxis 100 000 Euro, die Fortsetzung des Aufbaus eines integralen Fahrplans 420 000 Euro sowie 36 000 Euro als Zuschuss zur Verbesserung der personellen Situation im Frauenhaus, zusammen 10 000 Euro für einen ehrenamtlichen Kulturbeauftragten, 2500 Euro für die Ehrenamtsmesse, 10 000 Euro für die Schuldnerberatung und 30 000 Euro für die Umsetzung der Projektidee „Check Up“ zur Integration, 60 000 Euro für die Schulsozialarbeit am Regionalen Berufsbildungszentrum oder 100 000 Euro für die Beförderung von Schülern ab der 11, Klasse.

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