Behörde überträgt Naturschutz-Aufgaben

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20. Dezember 2017, 14:59 Uhr

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat die naturschutzfachliche Betreuung für das Naturschutzgebiet „Sielbektal, Kreuzkamper Seenlandschaft und umliegende Wälder“ auf den Umweltschutzverein Sereetz e.V. und auf die Gemeinde Ratekau übertragen. „Wir freuen uns, dass dieses naturschutzfachlich wertvolle Gebiet durch erfahrene Naturschützer erhalten und fortentwickelt wird“ sagte Dr. Thomas Holzhüter bei der Vertragsübergabe. Der Umweltschutzverein Sereetz hat sich bereits Mitte der 1990er Jahre für den Schutz des Sielbektals eingesetzt und die extensiven Weidelandschaften dort etabliert, heißt es.

Der Betreuungsvertrag wurde kurz vor Weihnachten im Kreishaus in Eutin unterzeichnet. Mit dabei waren Dr. Jörn Funck und Jürgen Leicher vom Umweltschutzverein Seeretz, Torben Illige von der Gemeinde Ratekau, Gabriele Sontag von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein sowie Dr. Thomas Holzhüter vom LLUR. Der zunächst bis Ende 2020 geltende Betreuungsvertrag kann dann jeweils um weitere sechs Jahre verlängert werden.

Das 209 Hektar große und 2015 ausgewiesene Naturschutzgebiet befindet sich in der Gemeinde Ratekau, die sich gemeinsam mit dem Umweltschutzverein Sereetz für die Unterschutzstellung eingesetzt hat. Es ist im Nordwesten und Nordosten geprägt durch die beiden historischen Waldstandorte Hohelied und Beutz mit standortgemäßen naturnahen, zum Teil alten Buchen- und Buchenmischwäldern. Zwischen den beiden Wäldern erstreckt sich das weite, beinahe vollständig extensiv beweidete Sielbektal mit Feucht- bis Nasswiesen, Sümpfen, Übergangsmooren, Erlen und Weidenbrüchen mit Kleingewässern. Zu den Aufgaben im Rahmen der Betreuung gehört es - neben der Dokumentation der Entwicklung im Gebiet und der Information der Öffentlichkeit - den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen. Über die geleistete Arbeit wird dem LLUR jährlich Bericht erstattet.

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