zur Navigation springen

Behnk: „Jetzt haben die Eutiner eine echte Wahl“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU veröffentlicht Zwischenlösung am Standort Haus des Gastes / BI macht Stimmung gegen Politik

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 00:01 Uhr

Kurz vor dem Bürgerentscheid über die Zukunft des Haus des Gastes appelliert Eutins Bürgermeister Carsten Behnk: „Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung und ich gehe davon aus, dass die Bürgerinnen und Bürger Eutins verantwortungsvoll ihr Stimmrecht ausüben und dabei die gesamte Stadt im Blick haben.“

Mit der Vorstellung eines möglichen Integrationshotels am Standort haben die Eutiner laut Behnk jetzt eine echte Wahl. „Mit einem Bürgerentscheid gegen den Erhalt des Haus des Gastes können die Eutiner den Weg frei machen für eine zukunftsfähige Gestaltung der Stadtbucht und eine Bereicherung des touristischen Angebotes in Eutin.“ Er kritisierte das Vorgehen der Bürgerinitiative gegen die Idee eines solchen Hotels. „Diese Diskussion hat inzwischen ein Niveau erreicht, das indiskutabel ist“, so Behnk. Der Verwaltungschef nannte die persönlichen Angriffe auf das gemeinnützige Unternehmen „Die Ostholsteiner“ und auf deren handelnde Personen unerträglich.

Die Eutiner CDU überraschte am Wochenende mit ihrem neuen Flyer samt Skizze eines Pavillons an der Stadtbucht, der in seiner Gestaltung an den der Landesgartenschau erinnert. „Wir wollen etwas Hochwertiges an der Stelle, keine Würstchenbude oder billige Cafeteria, wie es gern von der Bürgerinitiative behauptet wird“, macht der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Rachfahl auf Nachfrage deutlich. Aus Sicht der CDU müsse an der Stelle dringend etwas geschehen, es dürften aber auch keine Chancen verbaut werden. Warum erst eine Woche vor der Wahl? „Die Idee haben wir schon länger, doch dann kam das Integrationshotel auf den Plan und wir dachten erst, dass unsere Variante der Nutzung dann obsolet ist“, begründete Rachfahl die späte Veröffentlichung. Doch da keiner genau wisse, wie lange die Planungen für ein Hotel oder andere Lösungen dauern, sei ihre Alternative wieder auf den Plan gekommen. „Die Menschen fragen uns zu Recht, was wir vorhaben, wenn aus einem Hotel nichts wird“, sagte Rachfahl. Ob eine kurzfristige Lösung, wie auch Behnk es in einer Mitteilung schreibt, noch in diesem Jahr umsetzbar ist, ist offen. „Wir haben schon Mai, die Betreibersuche dauert und sicherlich muss man sich auch überlegen, wie so ein Pavillon im Winter genutzt werden kann, um es attraktiv zu machen“, so Rachfahl.

Die Bürgerinitiative nutzt unterdes ihre Veranstaltungen, um Stimmung zu machen gegen die aktuelle Stadtpolitik und ruft dazu auf, den Entscheidern am 7.Mai „einen Denkzettel“ zu verpassen. Seite 4

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen