Begriff „behindert“ nicht zeitgemäß?

SPD-Fraktionsvorsitzender Burkhard Klinke fordert die Streichung des Wortes

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08. August 2016, 15:41 Uhr

Der Begriff „Behinderung“ ist diskriminierend und nicht mehr zeitgemäß, findet Burkhard Klinke, Fraktionsvorsitzender der SPD Ostholstein. Darum sei dringend erforderlich, dass der „Beirat für Menschen mit Behinderung“ des Kreises Ostholstein einen neuen Namen bekomme. „Die SPD Fraktion begrüßt und unterstützt das Anliegen des Beirates und sieht es als dringend erforderlich an, dass der Begriff Behinderung gestrichen und ersetzt wird“, erklärte Burkhard Klinke in einer Pressemitteilung. Darum fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende nun alle Bürger auf, sich an einer neuen Namensgebung für den Beirat zu beteiligen. Denn: „Inklusion ist ein permanenter Prozess und muss von allen Menschen gestaltet werden.“ So sei auch der Aktionsplan Inklusion des Kreises unter dem Titel „Ostholstein erlebbar für alle“ nicht einseitig auf den Weg gebracht worden.

Klinkes Lösung für das Problem: „Inklusion“. Denn Inklusion beschreibe ein Gesellschaftskonzept, in dem alle Menschen gleichberechtigt seien, unabhängig vom Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität, Bildung und einer eventuellen Behinderung.

„Die kurze und einfache Definition für Inklusion ist: Alle sind verschieden“, sagte Klinke. So schlägt der stellvertretende Landrat für den aktuell noch unter dem Namen laufenden „Beirat für Menschen mit Behinderung“ folgende Alternativbezeichnungen vor: Beirat zur Förderung der Inklusion, Inklusionsbeirat, Beirat für Verschiedenheit – ohne Unterscheidung.

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