Hallen-Masters : Begeisternder Angriffsfußball

Aktivposten in Strands Offensiv-Maschine: Marcel Hansen (re.) spielte stark auf und erzielte drei Treffer. „Das hat Spaß gemacht“, meinte er. Im Halbfinale musste Hansen sich aber gegen seinen Ex-Klub TSB Flensburg mit 2:3 geschlagen geben.
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Aktivposten in Strands Offensiv-Maschine: Marcel Hansen (re.) spielte stark auf und erzielte drei Treffer. „Das hat Spaß gemacht“, meinte er. Im Halbfinale musste Hansen sich aber gegen seinen Ex-Klub TSB Flensburg mit 2:3 geschlagen geben.

Oberligist Strand 08 stürmt beim Hallen-Masters bis ins Halbfinale und muss sich dem TSB Flensburg nur knapp geschlagen geben.

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08. Januar 2018, 09:17 Uhr

Timmendorfer Strand | Soll er sich freuen oder ärgern? Das wusste Daniel Safadi, Co-Trainer von Strand 08, nach der 2:3-Niederlage im Halbfinale gegen den TSB Flensburg nicht so recht. „Das Halbfinale war unser Minimalziel, aber es war eindeutig mehr drin“, sagte Safadi.

Der Oberliga-Tabellenführer aus Timmendorf war in die vermeintliche „Hammer-Gruppe“ mit Holstein Kiel, dem VfB Lübeck und dem VfR Neumünster gelost worden. Doch die Gegner waren keineswegs unbezwingbar, da Kiel mit einer Auswahl aus Reservisten und Spielern aus der zweiten Mannschaft antrat und Lübeck genauso enttäuschte wie Eutin 08 in der anderen Gruppe. So war der Weg frei für die „Strandpiraten“.

Nach einem 1:1 zum Auftakt gegen Holstein Kiel (Lars Gödeke glich aus), hätte im Krimi gegen den VfR Neumünster schon früh alles vorbei sein können. Zwei Minuten vor Schluss brachte Laurynas Kulikas den VfR nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Dustin Thiel mit seinem zweiten Treffer wieder in Führung und schoss Strand 08 zu diesem Zeitpunkt aus dem Turnier. Doch die Timmendorfer zeigten Moral und drehten das Spiel binnen 30 Sekunden mit Toren von Lars Gödeke und Marcel Hansen. „Das ist einfach geil. In einem Moment bist du raus und im nächsten schon fast weiter“, jubelte Gödeke. „Wir sind einfach nur dankbar, dass wir dabei sein können. Es ist eine ganz tolle Veranstaltung“, sagte der 23-Jährige, der insgesamt drei Turniertreffer schoss.

Der Spaß am Hallen-Fußball war Strand vor allem im letzten Gruppenspiel gegen den VfB Lübeck anzusehen. Die Timmendorfer zerlegten den Regionalligisten nach allen Regeln der Kunst, am Ende stand mit 8:3 der höchste Tagessieg auf dem Videowürfel und Strand zählte plötzlich zu den Favoriten auf den Turniersieg. Marcello Meyer, zwei Mal Marcel Hansen, Marco Pajonk, Lars Gödeke, Hamed Mokhlis und Kamel Ejleh düpierten mit ihren Treffern die Lübecker, die als Gruppenletzter sang- und klanglos ausschieden.

Im Halbfinale trafen die Timmendorfer auf den Zweiten der Gruppe A, TSB Flensburg. Aufgrund der vorherigen Leistungen war Strand Favorit, doch Flensburg ging schnell 2:0 in Führung. Dann glich Goalgetter Marko Pajonk binnen einer Minute aus. Das bessere Ende hatten dennoch die Flensburger, die in der 10. Minute den Siegtreffer erzielten. Denis Klassen hatte zunächst mit einer spektakulären Doppel-Parade den Rückstand verhindert, nach der folgenden Ecke war Strand jedoch unaufmerksam, was Nicolai Vosgerau ausnutzte.

„Das war unnötig. Es ist bitter, so auszuscheiden. Wir hätten es verdient, ins Finale zu kommen. Letztlich hat uns die Ruhe gefehlt, die wir zuvor bewiesen haben“, sagte Safadi.

Ein Timmendorfer hatte dennoch allen Grund zum Strahlen. Denis Klassen wurde zum besten Torwart des Turniers gewählt und freute sich über eine Geldprämie (siehe Info-Kasten).

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